
Caritas: Mit "Plauderbankerl" und "Plaudernetz" gegen Einsamkeit
Die Caritas-Initiative "Plauderbankerl" gibt es nun auch in Graz. In leuchtendem Weiß lädt die Holzbank im Augarten-Park Vorbeikommende ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Freiwillige der Caritas sind als Gesprächspartner vor Ort anzutreffen. "Einsamkeit ist ein Thema, das wir in der Caritas an vielen Stellen wahrnehmen, von den Notschlafstellen über die Schulen bis zu den Pflegewohnhäusern", so die steirische Caritas-Direktorin Nora Tödtling-Musenbichler in der aktuellen Ausgabe des steirischen "Sonntagsblattes": "Wir erleben: Einsamkeit ist mehr als ein unangenehmes Gefühl." Einsamkeit würde arm machen und krank, und sie könne dazu führen, dass Menschen ganz aus dem gesellschaftlichen Leben verschwinden.
Nicht immer sei ein Zuwenig an Mut der Grund dafür, dass Menschen mit anderen nicht in Kontakt treten. "Oft fehlt dafür gar nicht der Wille, sondern lediglich eine Gelegenheit", so Tödtling-Musenbichler. Mit dem "Plauderbankerl" wolle man der Einsamkeit niederschwellig entgegensteuern - "ohne Anmeldung, ohne Verpflichtung und ohne Hürden".
Sollte das "Plauderbankerl" leer vorgefunden werden, verweist eine Plakette auf der Lehne der Parkbank auf das "Plaudernetz". Unter der Telefonnummer 05/1776100 heben ehrenamtliche Plauderpartnerinnen und -partner ab, hören zu und führen am Telefon ein Gespräch.
Laut Statistik Austria fühlten sich 2025 rund 1,8 Mio. Menschen in Österreich "zumindest gelegentlich einsam". Acht Prozent der Bevölkerung - und damit mehr als 733.000 Menschen - geben laut dem nationalen statistischen Amt an, "immer oder meistens einsam" zu sein.
Quelle: kathpress