
Steyler Missionare helfen Bebenopfern auf Insel Flores
Nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Flores bittet die Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare um Unterstützung ihrer Nothilfe. Die Mittel würden unter anderem eingesetzt für Lebensmittel, Medikamente, Hygieneartikel und andere dringend benötigte Hilfsgüter, teilte die Mitteleuropäische Provinz des Ordens mit Sitz im niederösterreichischen Maria Enzersdorf am Montag mit. Auch für besonders gefährdete Familien und den Wiederaufbau zerstörter Lebensgrundlagen der Bebenopfer leiste man Unterstützung. Die Steyler Missionare seien seit vielen Jahren auf Flores tätig. "Sie kennen die Menschen und die Situation - und helfen dort, wo die Not am größten ist", so die Verantwortlichen.
Das Erdbeben der Stärke 7,7 hatte die überwiegend katholische Insel Flores am 15. August erschüttert. Nach Behördenangaben starben mindestens 100 Menschen. Tausende sind weiterhin in mehreren Regierungsbezirken obdachlos. Seit dem Hauptbeben erschütterten mehrere Hundert Nachbeben die Insel.
Von einer außergewöhnlichen Solidarität unter den Menschen angesichts der Bebenkatastrophe berichtete der Erzbischof von Ende auf der Insel Flores, Paulus Budi Kleden SVD. Familien, die in relativ sichereren Gegenden lebten, hätten spontan Notunterkünfte errichtet und Lebensmittel sowie andere lebensnotwendige Güter mit denen, die ihr Zuhause verloren hatten, geteilt, obwohl ihre eigenen Häuser teilweise ebenfalls beschädigt waren, berichtete der frühere Generalsuperior der Steyler Missionare.
Enorme Schäden
Laut Erzbischof Kleden reagierten Priester, Ordensleute und katholische Laien unmittelbar nach dem Erdbeben, noch bevor ein offizielles diözesanes Nothilfeprogramm aufgelegt worden war. "Das ist Caritas im wahrsten Sinne des Wortes", sagte er. Die Erzdiözese Ende hat inzwischen ein Koordinationsteam eingerichtet, das eng mit der Caritas Indonesien zusammenarbeitet, um Nothilfe für die betroffenen Gemeinden zu organisieren.
Die Kirchenverantwortlichen haben zudem damit begonnen, den langen und schwierigen Prozess des Wiederaufbaus von Häusern, Kirchen, Schulen und öffentlicher Infrastruktur zu planen. Das Ausmaß der Zerstörung sei enorm. "Wir arbeiten gemeinsam mit der Regierung, Nichtregierungsorganisationen und allen Menschen guten Willens daran, die Trümmer, die das Erdbeben hinterlassen hat, wieder aufzubauen", sagte Erzbischof Kleden.
(Spendenkonto: Missionsprokur St. Gabriel International, BIC: GIBAATWW, IBAN: AT26 2011 1800 8068 0800)
Quelle: kathpress