
Rinderer: "In Gesellschaft und Kirche wird zu viel gejammert"
Für mehr Zuversicht im Blick auf kommende bzw. laufende Transformationsprozesse in Kirche und Gesellschaft hat sich der neue Salesianer-Provinzial Peter Rinderer ausgesprochen. Er wolle Menschen stärken und eine "Botschaft der Hoffnung" vermitteln, sagte Rinderer am Montag im Gespräch mit dem Portal "katholisch.de". "In der Gesellschaft und auch in der Kirche wird zu viel gejammert", so der 39-Jährige, der als jüngster Provinzial der Salesianer Don Boscos weltweit am 15. August in Wien in sein neues Amt eingeführt wurde: "Die Zeiten werden nicht automatisch immer schlechter, sie werden anders. Auch in der Kirche gibt es Transformationen und Veränderungen, bei denen wir von manchen Dingen Abschied nehmen müssen, um neue zarte Pflänzchen wachsen zu sehen."
Rinderer war rund 550 Kilometer aus seiner bisherigen Heimat in Fulpmes/Tirol mit dem Fahrrad zur Amtseinführung nach Wien geradelt und hatte diesen Weg u.a. mit einer Spendenaktion und einem persönlichen Rückblick auf die vergangenen sieben Jahre, die er eine salesianische Jugendeinrichtung in Tirol geleitet hat, verbunden. Sein neues Amt wolle er so anlegen, dass er Menschen zusammenbringt, erklärte der Ordensmann: "Ich will die Menschen zusammenbringen, Dialog und Kommunikation sind mir wichtig. (...) In Zeiten der Veränderung braucht es viel Dialog, um dann zu tragfähigen Entscheidungen zu kommen. Wichtig ist ein aufmerksamer Blick für die konkreten Nöte im Umfeld und dann der Mut, da anzupacken."
Rinderer wurde am 30. Oktober 1986 in Feldkirch geboren und wuchs in Thüringerberg auf. Schon früh kam er mit den Salesianern in Kontakt. Nach der HTL-Matura wurde er Freiwilligenhelfer in einem Jugendzentrum der Salesianer in Tijuana in Mexiko. Rinderer absolvierte das Noviziat in Pinerolo (Italien) und legte 2009 seine ersten Gelübde ab. Am 1. Juli 2018 folgte die Priesterweihe.
Mehrere Jahre begleitete er bei "Volontariat bewegt" junge Erwachsene, die als Freiwillige in Don-Bosco-Projekten weltweit tätig sind. Seit 2019 leitete er das Schülerheim Don Bosco Fulpmes und unterrichtet an der HTL Fulpmes. Von 2021 bis Sommer 2025 engagierte sich Rinderer zusätzlich als Jungschar- und Jugendseelsorger der Diözese Innsbruck. Seit 2022 ist er außerdem im Provinzrat tätig. (Salesianer Don Boscos in Österreich: www.donbosco.at)
Quelle: kathpress