
Don Bosco Schwestern: Sr. Maria Maul übernimmt erneut Provinzleitung
Mit 8. September übernimmt Sr. Maria Maul (62) zum zweiten Mal die Leitung der Deutschsprachigen Provinz der Don Bosco Schwestern. Die erfahrene Pädagogin und Theologin war bereits von 2014 bis 2020 Provinzleiterin und folgt nun auf Sr. Petra Egeling. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Zur Provinz gehören 89 Schwestern an neun Standorten von Magdeburg bis ins Tiroler Inntal, rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in ihren Einrichtungen tätig.
Gegenwärtig werden rund 1.300 Kinder und Jugendliche in den pädagogischen und sozialpädagogischen Einrichtungen der Don Bosco Schwestern betreut und begleitet. "Was Kinder und Jugendliche brauchen, verändert sich mit der Welt, in der sie aufwachsen. Wir wollen wahrnehmen, was sie heute beschäftigt und was sie für ihre Zukunft brauchen", wird Sr. Maul in einer Aussendung der Ordensgemeinschaft (Dienstag) zitiert. Nicht jede Unsicherheit könne man den Kindern und Jugendlichen nehmen, "aber wir können ihnen verlässliche Beziehungen, Bildung und Gemeinschaft anbieten und sie darin stärken, ihr Leben und ihre Zukunft mit Zuversicht zu gestalten".
Eine besondere Freude gebe es im Blick auf die Don Bosco Schulen Vöcklabruck: Mit Beginn des neuen Schuljahres übernimmt wieder eine Don Bosco Schwester die Leitung der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe.
Pädagogin, Theologin und erfahrene Leiterin
Sr. Maria Maul wurde 1964 in Graz geboren und engagierte sich als Jugendliche in der Grazer Don Bosco Pfarre. Nach dem Studium der Religionspädagogik und Germanistik trat sie 1988 in die Gemeinschaft der Don Bosco Schwestern ein. Von 1999 bis 2014 leitete sie die Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik der Don Bosco Schulen Vöcklabruck. Parallel dazu absolvierte sie das Fachtheologiestudium und promovierte im Bereich Kirchengeschichte.
Innerhalb der Ordensgemeinschaft war Sr. Maul zunächst Provinzrätin und von 2014 bis 2020 Provinzleiterin. Zuletzt leitete sie den Bereich "Bildung & Kultur" der Diözese Linz und unterrichtete Katholische Religion und Deutsch an der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik. Als Provinzleiterin wird sie wieder Obfrau des schulerhaltenden Vereins der Don Bosco Schwestern für Bildung und Erziehung sein.
Don Bosco Schwestern
Die Don Bosco Schwestern wurden 1872 von Don Bosco (Johannes Bosco, 1815-1888) und Maria Domenika Mazzarello (1837-1881) gegründet. Heute zählt die Gemeinschaft rund 10.200 Schwestern und gehört damit zu den größten katholischen Frauenorden weltweit. In zahlreichen Ländern setzen sich die Don Bosco Schwestern für Bildung, soziale Gerechtigkeit und bessere Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche ein. Sie arbeiten dort, wo Armut, Gewalt und gesellschaftliche Benachteiligung den Alltag junger Menschen prägen. In der Deutschsprachigen Provinz führen die Don Bosco Schwestern unter anderem elementar- und sozialpädagogische Einrichtungen, Volksschulhorte und Schulen, Jugend- und Familienzentren, Wohnorte für Studentinnen, ein Tagungshaus/geistliches Zentrum, die Missionsprokur, den Solidaritätsverein und den internationalen Freiwilligendienst VIDES.
(Infos: www.donboscoschwestern.net)
Quelle: kathpress