
"Ars Electronica": Viele kirchliche Spielstätten zum 30-Jahr-Jubiläum
Das Linzer Ars Electronica Center feiert heuer sein 30-jähriges Bestehen - und das mit einem Festival vom 9. bis 13. September an mehr als 30 Spielorten. Darunter werden auch zahlreiche kirchliche Standorte sein wie etwa der Linzer Mariendom, die Ursulinenkirche, die Karmeliten-Krypta, die Elisabethinen, die Katholische Privat-Universität und das Priesterseminar. Jubiläum und Festival stehen unter dem Titel "Zukunft beginnt - Negotiating Humanity". Thematisch soll es um eine Standortbestimmung und die Frage, was es heute bedeutet, Mensch zu sein, gehen.
Am 9. September wird der Mariendom Schauplatz der offiziellen Festival-Eröffnung, bei der "vor und in Österreichs größter Kathedrale bei freiem Eintritt klassische Orchesterkultur auf moderne Technologie trifft", heißt es in der offiziellen Ankündigung des Festivals. Das Konzerterlebnis wird von Markus Poschner und dem Bruckner Orchester Linz präsentiert.
"Festival walk" führt durch Kirchen und zur KU Linz
Zentraler Ort des Festivals soll das Linzer OK (Offenes Kulturhaus) sein. Hier finden Ausstellungen und Symposien statt und starten geführte Rundgänge. Ein Rundgang - der sogenannte "Festival walk" - führt u.a. durch die Krypta der Karmelitenkirche, zu den Gängen und Kapellen des Priesterseminars und zu den Elisabethinen. Über das Francisco Carolinum führt der Festivalparcours weiter zum BRG Fadingerstraße und schließlich zur Katholischen Privat-Universität (KU LInz). "Kirchen, Schule und Krankenhaus werden dabei zu Schauplätzen zeitgenössischer Kunst und Teil eines kuratierten Rundgangs durch Linz", berichtet die Linzer "KirchenZeitung" über das Programm des Festivals.
1996 nahmen das Ars Electronica Center und das Ars Electronica Futurelab ihren Betrieb auf. Damit sollte Ars Electronica - bisher bestehend aus dem 1979 gestarteten Festival und dem 1987 eingeführten Wettbewerb für CyberArts - zu einem ganzjährig aktiven Netzwerk an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft werden.
Heuer will sich das Ars Electronica Festival neu erfinden. Anstelle einer zentralen Festivallocation wird der fünftägige Event vom 9. bis 13. September die Linzer Innenstadt "gleichermaßen zur Bühne und zum Forum für Kunst, Technologie und Gesellschaft machen". (Infos: https://ars.electronica.art/news/de/)
Quelle: kathpress