
Steiermark: Kloster Maria Rast in Gratkorn schließt seine Türen
Im steirischen Gratkorn steht ein Abschied bevor: Das Kloster Maria Rast der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul muss nach 115 Jahren seine Türen für immer schließen. Das renovierungsbedürftige Gebäude wurde für die sechs übrig gebliebenen Schwestern zu groß. Mit Ende August schließt das Kloster und die Schwestern übersiedeln in das Grazer Provinzhaus der Ordensgemeinschaft, berichteten am Mittwoch die "Kronenzeitung" und weitere regionale Medien.
Am 7. Oktober 1911 kamen demnach die ersten beiden Schwestern im Kloster unter, in weiterer Folge diente es vor allem als Bleibe für alte und kranke Ordensfrauen. 1943 stieg die Schwesternzahl auf 109, als Vertriebene aus Jugoslawien in der Dult einen Zufluchtsort fanden. Während man damals mit Platzmangel zu kämpfen hatte, war das Haus zuletzt schlichtweg "zu leer und zu groß", wie Sr. Roswitha Bauer berichtete.
So habe man das Kloster für andere bedürftige Menschen, unter anderem im Jahr 2022 für ukrainische Flüchtlinge, geöffnet. Bauer: "Die Kapelle ist für viele Menschen der Umgebung und darüber hinaus zu einem Ort des Auftankens und Kraftschöpfens beim gemeinsamen Feiern und Beten geworden."
In den letzten Jahren sei das renovierungsbedürftige Gebäude mit Hauskapelle, Friedhof und großem Garten aber zunehmend zur Last geworden. Schließlich sei die Entscheidung gefallen, Maria Rast aufzugeben.
Quelle: kathpress