
Ordenskonferenz schafft neuen Bereich für Gewaltprävention
Die Österreichische Ordenskonferenz hat einen neuen Bereich für Gewaltprävention geschaffen. Seit 1. September leitet die 28-jährige Theologin Barbara Neuhold den Bereich "Prävention". Damit wolle die Ordenskonferenz ihr Angebot für die 192 Ordensgemeinschaften sowie deren zahlreiche Einrichtungen in Österreich gezielt ausbauen, teilte die Ordenskonferenz am Dienstag mit. Ziel sei es, Gewaltprävention in den Ordensgemeinschaften nachhaltig zu verankern, das Bewusstsein für das Thema zu stärken und die Gemeinschaften bei ihren Präventionsbemühungen professionell zu begleiten.
Neuhold absolvierte mit einem Stipendium der Ordenskonferenz an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom das zweijährige Lizenziatsstudium "Safeguarding", das u. a. Kompetenzen zu Themen wie unterschiedlichen Missbrauchsformen, Opferschutz, institutionellen Interventions- und Präventionsmaßnahmen, Kinderschutzrichtlinien sowie Verhaltensleitlinien umfasst. Zu ihren Kernaufgaben als Leiterin der neuen Präventionsstelle zählen der Aufbau von Vernetzungsstrukturen, die Konzeption von Weiterbildungsangeboten sowie die Unterstützung bei der Erarbeitung institutioneller Schutzkonzepte.
"Ich hoffe, in dieser neu geschaffenen Rolle die Ordensgemeinschaften in Österreich in ihren Bemühungen um Schutz vor Gewalt bestmöglich unterstützen und sie bei der Weiterentwicklung einer Kultur der Achtsamkeit und Prävention begleiten zu können", sagte die neue Bereichsleiterin laut Aussendung.
"Gewaltprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich die Ordensgemeinschaften Österreichs aktiv stellen", betonte Sr. Christine Rod, Generalsekretärin der Österreichischen Ordenskonferenz. Der Schutz der menschlichen Würde sei tief im katholischen Sendungsauftrag verwurzelt und in zahlreichen Charismen der Ordensgemeinschaften fest verankert. Mit Neuhold habe man eine ausgewiesene Expertin für "Safeguarding" gewinnen können.
Quelle: Kathpress