
Schönborn: "Auf die Jüngsten in unserer Gesellschaft achtgeben"
Am Sonntag ist Weltkindertag. Kardinal Christoph Schönborn hat deshalb in seiner Freitagskolumne in der Zeitung "Heute" die Notwendigkeit herausgestrichen, "auf die Jüngsten in unserer Gesellschaft achtzugeben". 150 Millionen Kinder weltweit würden unter extremer Armut, unter Hunger und Ausbeutung leiden. Fast 50 Millionen Kinder seien wegen Kriegen oder Gewalt auf der Flucht, so der Kardinal: "Wer hört auf sie? Wer schaut auf ihre Rechte, auf ihre verletzlichen Kinderseelen, ihr Bedürfnis nach Zuwendung, sauberem Trinkwasser und ausreichend Nahrung, Frieden und Sicherheit, Bildung und Spiel?"
Jesus habe immer die Kinder ins Zentrum gestellt: "Seine Liebe galt besonders den Kleinsten. Von ihnen können wir lernen, was es heißt, mit Vertrauen und Neugier in die Welt zu blicken." Wenn die Verantwortlichen der kriegstreibenden Länder sich erinnern würden, dass sie selbst einmal Kinder waren, dann gäbe es vielleicht mehr Frieden auf der Welt, meint Schönborn. Und er wolle einmal mehr betonen: "Wer die Kinder hat, hat die Zukunft. In ihren kleinen Händen liegt die Welt von morgen." Alle Kinder gleichermaßen verdienten Aufmerksamkeit und gleiche Chancen.
Quelle: kathpress