
"Kommt ins Heilige Land!"
Jerusalem-Hospiz-Rektor lädt Pilger ein
"Kommt ins Heilige Land!"
Jerusalem-Hospiz-Rektor lädt Pilger ein
Franz Xaver Brandmayr, seit wenigen Wochen neuer Rektor des Österreichischen Pilger-Hospizes in Jerusalem, ruft zu Pilgerreisen ins Heilige Land auf. Er erlebe seit Amtsantritt in Jerusalem eine "friedliche Atmosphäre", schreibt Brandmayr im aktuellen Newsletter des Pilger-Hospizes, und: "Zuversicht ist unser Motto!" Die weltpolitische Situation könne sich zwar immer ändern, aber die Altstadt von Jerusalem sei auch in Kriegszeiten "einer der sichersten Orte der Welt, weil kaum ein Feind sie angreifen will - wegen der eigenen heiligen Stätten", so der Rektor des Pilger-Hauses.
Erste Pilger-Gruppen kämen bereits wieder ins Pilger-Hospiz und für die kommenden Wochen "sieht die Sache gar nicht schlecht aus", so Brandmayr. Auch das hauseigene "Café Triest" laufe gut - "an Samstagen und Sonntagen bilden sich sogar Schlangen", berichtet der Rektor. Für kommendes Jahr nehme man auch bereits Bewerbungen von Zivildienern an.
Für Fortbestehen des Österreichischen Pilger-Pilger-Hospizes ist wesentlich, dass wieder viele Pilgerinnen und Pilger ins Heilige Land kommen. "Habt also Freude zum Kommen und Mut zum Spenden und!", rief Brandmayr ebenso zur finanziellen Unterstützung der angestrebten Sanierungsarbeiten in dem Haus an der Via Dolorosa in der Jerusalemer Altstadt auf.
In den vergangenen Jahren seien die Reserven des Pilger-Hospizes stark beansprucht worden, so der Rektor in Erinnerung daran, dass der Weiterbetrieb des Pilger-Hospizes über die Zeit der Corona-Pandemie und der aufgeflammten Gewalt im Nahen Osten durch Rücklagen und Spenden gedeckt wurde. "Bitte lasst uns nicht im Stich!", appellierte Brandmayr an die Spendenbereitschaft.
"Lage der Christen sehr schwierig"
Brandmayr, zuletzt Dompropst von Wiener Neustadt, hatte im Sommer die Leitung des Pilger-Hauses in Jerusalem übernommen. Die ersten September-Tage seien intensiv gewesen, unter anderem mit einem Besuch von Werner Johler, dem österreichischen Statthalter des Ordens vom Heiligen Grab in Jerusalem, berichtete er nun. Gemeinsam habe man den Lateinischen Patriarchen Kardinal Pierbattista Pizzaballa besucht und sei auch nach Bethlehem, Ramallah und Taybeh - das letzte christlich-palästinensische Dorf im Westjordanland - gereist.
Die Lage der Christen vor Ort nannte Brandmayr "sehr schwierig". Viele litten unter den Spannungen und Konflikten im Land, unter Übergriffen von Siedlern und unter Schwierigkeiten mit den israelischen Behörden. Auch auf die Ende Oktober angesetzten Parlamentswahlen in Israel ging der Hospiz-Rektor ein: "Im Moment stehen sich der Regierungs- und der Oppositionsblock in den Umfragen ziemlich gleich stark gegenüber. Schlimmstenfalls droht eine Serie von mehreren Wahlen hintereinander - wie beim letzten Mal. Hoffen wir das Beste..."
Website Pilger-Hospiz in Jerusalem
Quelle: Kathpress