
Eisenstadt: "Ordensrat" berät über neue Entwicklungen der Ordenswelt
Leitende Vertreterinnen und Vertreter der Ordensgemeinschaften in der Diözese Eisenstadt haben sich bei ihrem jährlichen "Ordensrat" über aktuelle Entwicklungen und geplante Vorhaben ausgetauscht. Das Treffen fand vergangenen Dienstag auf Einladung des zuständigen Bischofsvikars Lorenz Voith in Eisenstadt statt, berichtete die Österreichische Ordenskonferenz am Wochenende. Im Mittelpunkt standen auch zwei religiöse Gemeinschaften, die sich und ihre Arbeit vorstellten.
Der Ferdinandus-Orden mit Sitz in Siegendorf feierte kürzlich sein 40-jähriges Bestehen. Die kirchlich anerkannte Gemeinschaft engagiert sich vor allem im Hospizbereich sowie sozial und karitativ. Weltweit zählt sie rund 300 Mitglieder.
Ebenfalls vorgestellt wurde die "Familie des Vaters", ein seit zehn Jahren kirchlich genehmigter Verein mit Sitz in Pinkafeld. Zum inneren Kreis gehören 18 Mitglieder, die jährlich Versprechen der Armut, des Gehorsams und der Ehelosigkeit ablegen. Weitere rund 100 Mitglieder und Förderer bilden den äußeren Kreis. Die Gemeinschaft orientiert sich an der Spiritualität der heiligen Therese von Lisieux und Medjugorje und sieht sich auf dem Weg zu einem Orden.
Voith verwies auf die Vielfalt religiöser Gemeinschaften neben den traditionellen Orden und Säkularinstituten. Deren Entwicklung gelte es mit einem "wohlwollenden und wachsamen Auge" zu begleiten. Zugleich dankte er den zahlreichen Ordensfrauen und -männern aus anderen Ländern, die im Burgenland tätig sind. Demnächst soll eine weitere indische Schwesterngemeinschaft in die Diözese kommen.
Beim Treffen wurden zudem Fortbildungsangebote zum Älterwerden und zur Prävention sowie die Feier des "Tags des Geweihten Lebens" am 31. Jänner 2027 in Marienkron angekündigt. Außerdem wurde angekündigt, dass Ordensleute im neuen Arbeitskreis "Berufepastoral", sowie in der Gesprächseinrichtung "Dom-Insel" in Eisenstadt mitarbeiten werden.
In der Diözese Eisenstadt leben und wirken mehr als 120 Mitglieder von Ordensgemeinschaften und anderen religiösen Gemeinschaften.
Quelle: kathpress