
Katholische Frauenbewegung: Lucia Greiner neue Vorsitzende
Die Katholische Frauenbewegung Österreich hat eine neue Vorsitzende: Die Delegierten der Vollversammlung wählten am Freitag in Linz die Theologin und frühere Leiterin des Seelsorgeamts der Erzdiözese Salzburg Lucia Greiner an die Spitze der größten Frauenorganisation des Landes. In ihrem neuen Am wolle sie die Anliegen von Frauen in Kirche und Gesellschaft stärken und innerkirchliche Spannungen konstruktiv bearbeiten. "Wir wollen nicht Polarisierungen bewirtschaften, sondern stärken, was Frauen in Leben und Glauben fördert", so Greiner in einer Aussendung der kfbö am Samstag. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Gertraud Ladner aus Tirol gewählt.
Als zentrale Themen ihrer künftigen Arbeit nannte die neue kfbö-Vorsitzende soziale Fragen, Geschlechtergerechtigkeit, Umwelt, Frieden und Gerechtigkeit. "Nach innen wirkend soll die gute Zusammenarbeit mit den katholischen Frauenbewegungen in den Diözesen fortgesetzt werden, deren Arbeit seitens der Bundesorganisation unterstützt wird", hieß es weiter.
"Die Katholische Frauenbewegung ist für mich ein Ort, wo mein Glaube konkret wird", beschrieb Greiner ihren persönlichen Zugang zu der Frauenorganisation. Die Theologin ist seit 1992 mit der Katholischen Frauenbewegung verbunden, angefangen mit der Aktion Familienfasttag über die Mitarbeit in der Katholischen Frauenbewegung der Erzdiözese Salzburg bis zur Mitwirkung in der kfb-Gruppe an ihrem Wohnort.
Die 1965 geborene Theologin war unter anderem in der Katholischen Hochschulgemeinde, im Afro-Asiatischen Institut sowie in der Bildungsarbeit tätig und leitete zuletzt das Seelsorgeamt der Erzdiözese Salzburg. Diese Funktion beendete sie im Juli. Ab November wird sie hauptamtlich als Pastoralassistentin im Tennengau arbeiten und sich ehrenamtlich in der kfbö engagieren, hieß es.
Die neue stellvertretende Vorsitzende Gertraud Ladner will insbesondere die Vernetzung mit anderen Frauenorganisationen und -initiativen in Österreich und im Globalen Süden vorantreiben. Wichtig sei ihr, Räume zu schaffen, in denen Frauen gemeinsam ihre Lebenswelt deuten und einander stärken könnten, so die kfbö. "Mir ist es ein Anliegen, dass wir Räume eröffnen, in denen Frauen miteinander die Welt deuten und einander bestärkend das Leben bewältigen", so Ladner und bekräftigte: "Legen wir den Fokus auf das, was Frauen miteinander schaffen und schaffen können, lokal und global."
Die Vollversammlung dankte zudem den scheidenden Vorsitzenden Angelika Ritter-Grepl, Anni Raab und Lydia Lieskonig für ihren Einsatz für Frauen und Geschlechtergerechtigkeit sowie gegen Diskriminierung in Kirche und Gesellschaft. Die feierliche Amtsübergabe ist für 6. November im Bildungshaus Schloss Puchberg geplant.
Quelle: kathpress