
Bundespräsident würdigt Anima-Rektor Max mit Berufstitel Hofrat
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat dem Rektor des Päpstlichen Institutes Santa Maria dell' Anima in Rom, Michael Max (56), den Berufstitel "Hofrat" verliehen. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen einer Feierstunde am Dienstag in der Wiener Hofburg. Unter den Gästen war auch der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl. Max gehört zur Erzdiözese Salzburg und leitet seit 1. September 2020 die "Anima". Heuer wurde seine Amtszeit auf Vorschlag der Österreichischen Bischofskonferenz durch das vatikanische Dikasterium für den Klerus um weitere sechs Jahre verlängert. Max war einer von insgesamt 50 Personen, die vom Bundespräsidenten für ihre Leistungen für die Allgemeinheit geehrt wurden.
In seiner Ansprache an die Ausgezeichneten am Tag nach dem Nationalfeiertag würdigte der Bundespräsident deren persönlichen Einsatz für ein Österreich in Zusammenhalt, Vielfalt und Respekt. "Was wir an diesem Tag feiern, sind die Menschen, die Österreich zu dem wunderbaren Land machen, das es ist. Wir feiern Menschen wie Sie", betonte das Staatsoberhaupt im Blick auf das vielfältige Engagement der Ausgezeichnete und hielt resümierend fest: "Sie sind für andere da."
Päpstliches Institut in Rom
Das Päpstliche Institut S. Maria dell'Anima liegt unweit der zentralen römischen Piazza Navona und nimmt drei Aufgabenbereiche wahr: die Pfarr- und Pilgerseelsorge sowie die Führung des Priesterkollegs. Die Kirche der "Anima" steht allen Pilgern und Pilgerinnen offen, ob sie mit der deutschsprachigen Gemeinde den Gottesdienst mitfeiern möchten oder ob sie einen Ort suchen, an dem sie mit ihrer Gruppe und dem sie begleitenden Priester Gottesdienst feiern können. Santa Maria dell'Anima ist zudem der Sitz der deutschsprachigen katholischen "Pfarrgemeinde" von Rom und nimmt damit Teil am bunten Kreis der fremdsprachigen Gemeinden in der Diözese Rom.
Im Priesterkolleg werden schließlich Priester aus jenen Diözesen, die 1806 Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation waren, aufgenommen. Hier sollen sie Gelegenheit haben, ihre Studien zu vertiefen und gleichzeitig die Römische Kurie und deren Arbeitsweise kennen zu lernen, damit sie dann in ihren Heimatdiözesen eine Brückenfunktion einnehmen können, die den Dialog zwischen der Ortskirche und dem Zentrum der Weltkirche ermöglicht und fördert. Max leitet seit seiner Ernennung zum Anima-Rektor diese wichtige Ausbildungseinrichtung für Priester. Zuvor war er Rektor des kirchlichen Bildungshauses St. Virgil in Salzburg.
Vielfältiger Lebenslauf
Michael Max wurde am 18. September 1970 in Gmunden in Oberösterreich geboren und 1996 zum Priester geweiht; es folgten Jahre als Seelsorger in St. Johann in Tirol und in Salzburg-Gnigl. Nach Studien am Päpstlichen Liturgischen Institut Sant'Anselmo in Rom und am Institut Catholique in Paris promovierte Max 2006 zum Doktor der Liturgiewissenschaft. Ab 2005 leitete er, zunächst als Pfarrprovisor, später als Stadtpfarrer, die Pfarre Neumarkt am Wallersee; 2013 wurde er zum Dechant des Dekanats Köstendorf ernannt.
Mit September 2016 wurde Max Rektor des Salzburger Bildungshauses St. Virgil. In der Erzdiözese Salzburg war Max außerdem als Leiter des Liturgiereferats, als Vorsitzender der Ökumenekommission und als geistlicher Assistent der Katholischen Frauenbewegung tätig. Max lehrte an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Edith Stein Liturgie und Sakramententheologie; an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen hatte er 2011 die Lehrstuhlvertretung übernommen. Max war von 2008 bis 2019 Präsident der Arbeitsgemeinschaften der Priesterräte in Europa und kommentiert regelmäßig live in Radio Vatikan Deutsch wichtige liturgische Feiern der Päpste.
Quelle: kathpress