Interesse am Papstbesuch steigt von Tag zu Tag
Wien, 23.5.07 (KAP) Das Interesse am Papstbesuch im September in Mariazell steigt von Tag zu Tag - trotz aller Unkenrufe, die "auch aus dem innerkirchlichen Bereich kommen". Dies betonte am Mittwoch der Pressebeauftragte für den Papstbesuch, Paul Wuthe. Zugleich gebe es auch andere Impulse. In der Diözese Linz wurde ein flächendenkendes System von Autobusverbindungen nach Mariazell entworfen, das es allen Interessenten ermöglicht, von der Heimatgemeinde in den steirischen Marienort zu gelangen. "In der Diözese Linz gibt es daher Gruppen-Anmeldungen sogar aus den entferntesten Gegenden des Bundeslandes Oberösterreich, bis ins oberste Mühlviertel", so Wuthe.
Generell könne man sagen, dass derzeit die Einzelanmeldungen im Vordergrund stehen: "Da sind wir schon weit über Plan". Aus den Voranfragen lasse sich aber schließen, dass jetzt auch die Gruppenanmeldungen auf Touren kommen. "Und außerdem haben wir zahlreiche Anfragen aus den Nachbarländern", betonte Wuthe: "Schließlich wird die Pilgerfahrt Papst Benedikts XVI. zum Fest Maria Geburt nach Mariazell nicht nur ein österreichisches, sondern ein mitteleuropäisches Ereignis sein". Das Interesse sei in Bayern oder im nordwestlichen Italien genau so groß wie in Ungarn, der Slowakei, Kroatien, Bosnien-Hercegovina, Slowenien, der Tschechischen Republik und dem südlichen Polen.
Was es in Mariazell auf keinen Fall geben wird, ist ein "Chaos", betonte Wuthe: "Deswegen gibt es ja das Zählkartensystem, damit alles in geordneten Bahnen verläuft". Eher "erheiternd" seien Bemerkungen über "ältere Pfarrer", denen die Pilgerfahrt angeblich zu mühsam sei. Wuthe: "Wer sich ein bißchen innerkirchlich auskennt, weiß genau, dass gerade die 'älteren Pfarrer' diejenigen sind, die tagtäglich keine Mühe scheuen, um die Botschaft des Evangeliums unter die Leute zu bringen". Und was die "kritischen" Katholiken betrifft, ist Wuthe gelassen: "Die katholische Kirche ist keine politische Partei, in der es die üblichen Richtungskämpfe gibt. Man muss nicht jedes Wort des Papstes unterschreiben, um mit dem Nachfolger des Petrus gemeinsam auf Pilgerfahrt zu gehen". (ende)