Papstbesuch: Nuntius unterstreicht Bedeutung
Wien, 10.4.07 (KAP) Die Bedeutung des Papstbesuches in Mariazell weit über die Grenzen Österreichs hinaus hat der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, unterstrichen. "Die Botschaft des Papstes in Mariazell ist nicht nur an die Katholiken Österreichs gerichtet, sondern sie wird auch allen Brüdern und Schwestern der Nachbarländer angeboten", schreibt der Nuntius in der jüngsten Ausgabe des Pfarrblattes der Wiener Dompfarre St. Stephan. Die Botschaft Benedikts XVI. solle für die ganze Kirche eine Ermutigung sein und ein Aufruf, wie Maria mutig unter dem Kreuz auszuharren und zugleich "mit Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft zu blicken".
Der Papst komme bewusst als Pilger, der die Kirche in Österreich einlädt, mit ihm auf Wallfahrt zur Muttergottes zu gehen, die in Mariazell als "Magna Mater Austriae" verehrt wird. Wie beliebt Mariazell als Wallfahrtsziel sei, habe man anlässlich des "Mitteleuropäischen Katholikentages" im Mai 2004 erleben können. Daher werde auch der Besuch des Papstes in Mariazell den "Mittelpunkt der Papstreise nach Österreich darstellen", so der Nuntius. Der Papst-Besuch sei ein großes Geschenk für die Kirche und die Menschen in Österreich.
Benedikt XVI. werde bei seinem ersten Besuch in Österreich als Papst aber "kein unbekanntes Neuland" bereisen, betont Erzbischof Farhat. In früheren Jahren habe der damalige Präfekt der Glaubenskongregation mit seinem Bruder oft und gerne Urlaub in Österreich gemacht. Viele Österreicher hätten beide Brüder als "liebenswürdige, bescheidene und stets zuvorkommende Gäste in Erinnerung behalten". Für viele sei auch das Requiem für Kardinal Franz König im März 2004 unvergesslich geblieben, dem Kardinal Ratzinger damals als Päpstlicher Gesandter im überfüllten Stephansdom vorgestanden sei.
Der freundliche Empfang der österreichischen Regierung für Johannes Paul II. bei seinen drei Papstreisen nach Österreich (1983, 1988, 1998) habe gezeigt, dass sich die guten Beziehungen zwischen Österreich und dem Heiligen Stuhl "einer lang bewährten Tradition erfreuen". Diese Tradition werde nun sicherlich auch unter der neuen Regierung Fortbestand haben. (Ende)