Auch am Altar ist der Papst "Pilger unter Pilgern"
Bei der Gestaltung des Altarbereichs wurde die Situation der "Bergpredigt" angestrebt
Anders als bei anderen Papstbesuchen wird Benedikt XVI. am Samstag, 8. September, auch bei der Messfeier in Mariazell "Pilger unter Pilgern" sein, auf gleicher Augenhöhe mit den übrigen Pilgern. Der Altarbereich liegt genau an der Geländekante zwischen dem Vorplatz der Basilika und dem westlich vom Geistlichen Haus gelegenen "unteren" Platz. Diese einzigartige Situierung ermöglicht es, dass es von allen angrenzenden Freiflächen eine direkte Blickbeziehung zur Zelebrationsebene gibt. Die natürliche Topographie erinnere an die besondere Situation der Bergpredigt, so Architekt Wolfgang Feyferlik.
Die Bühne und das Dach sind im Maßstab und den Dimensionen bescheiden, um einerseits nicht in Konkurrenz mit der Basilika zu treten und andererseits so gestaltet, um dem Motto "der Papst als Pilger" Rechnung zu tragen. Wichtig sei es gewesen, keine Bühne im Sinne einer Großveranstaltung ("Mega-Event") zu konzipieren. Vielmehr sei es darum gegangen, einen räumlichen Akzent zu schaffen, der sich ohne sichtbar störende technische Elemente (für Beleuchtung und Beschallung) durch seine klare Form als "stimmungsvoller Ort der Liturgie" präsentiert.
Die Farbe der Podeste sei ein dunkles Rot, eine Farbe, die im ländlichen Raum lange Tradition hat. Speziell in Mariazell sei die Farbe Rot auch in der Architektur ein sehr dominant vertretener Farbton, allerdings nicht vordergründig, sondern als sehr oft verwendete Hintergrundfarbe.
Der Altar ist aus vier schweren Schwarzstahlplatten, die blockartig ein Luftvolumen umschließen, gefertigt. Mehrere Ebenen aus gitterförmig verlaufenden Stahlstäben füllen dieses Volumen und lösen es gleichzeitig auf. Das Material hat einen besonderen Bezug zur Region um Mariazell.