Übergabe der Kinder-Bilder begeisterte Papst
Als eine "Begegnung mit Herz und voller Freude" hat der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich ("missio"-Austria), Leo Maasburg, die Überreichung eines Buches mit Bilder und Briefen von Kindern an Papst Benedikt XVI. bezeichnet. Mehr als 500 Kinder hatten auf Einladung der Päpstlichen Missionswerke dem Papst Briefe geschrieben und Bilder für ihn gemalt. Fünf ausgeloste Kinder überreichten das Ergebnis in Buchform gemeinsam mit Maasburg dem Papst persönlich am Sonntag nach dem Angelusgebet auf dem Wiener Stephansplatz. "Der Papst sich lange mit uns unterhalten und gleich die Bilder angesehen. Dann meinte er, dass er 14 Tage brauchen wird, um die Bücher genau durchzulesen", so Maasburg.
Eines der Kinder, die zehnjährige Sophia, berichtete: "Ich habe dem Heiligen Vater die Hand geschüttelt und Grüß Gott gesagt. Er hat mich angelächelt und dann hat er sich für die Bilder bedankt". Der gleichaltrige Manuel wollte "schon lange unbedingt den Papst treffen. Meine Mama und mein Papa haben mit sehr vielen Leuten gesprochen, damit ich den Papst treffen kann, aber das hat nicht geklappt. Dann bin ich von 'Missio' ausgelost worden und jetzt habe ich ihn getroffen! Auf der Bühne habe ich zu ihm gesagt, dass es schon immer mein Herzenswunsch war".
Kindersoldatenprojekt in Uganda
Während des Papstbesuches sammelten die Päpstlichen Missionswerke in Österreich für ehemalige Kindersoldaten in Uganda. Nach wie vor sind Spenden erbeten: Geholfen wird den traumatisierten Kindern auf ihrem Weg zurück in ein normales Leben. Von Rebellen verschleppt, mussten sie als Kindersoldaten rauben, plündern und töten. Mehr als 20.000 Kinder hatten die Rebellengruppen im Norden Ugandas entführt und dazu gezwungen, Krieg zu führen.
"Durch liebevolle Betreuung, Therapie und erste Schritte in Richtung Schule und Ausbildung, ist es 'Missio' gelungen, vielen Kindern und Jugendlichen, die den Rebellen entkommen konnten, die Chance auf ein neues Leben zu schenken", so Maasburg zur dramatischen Situation in Uganda. (Spenden: Kto. Nr. PSK 701 5500, BLZ 60.000, Kennwort "Kindersoldaten").
Quelle: Kathpress