"Der Papst sprach für ganz Europa"
Die Aussagen Benedikts XVI. galten nicht nur oder nicht vorwiegend Österreich; ausländische Journalisten hätten sehr klar wahrgenommen, dass der Papst sich in Österreich an Europa und die gesamte Weltkirche wandte. Dies betonte der Medienbeauftragte für den Papstbesuch, Paul Wuthe, am Montag im Gespräch mit "Kathpress". Die ausländischen Journalisten hätten sich generell stärker auf die Inhalte und Themenschwerpunkte Benedikts XVI. eingelassen als österreichische Medien, so der generelle Eindruck Wuthes.
Journalisten hätten zudem registriert, dass das Programm der Visite bis in viele Details durchdacht war, um das Motto "Auf Christus schauen" deutlich zu machen. Außerdem habe es Komplimente gegeben, dass sich Österreich "von seiner besten Seite" gezeigt habe: Das gelte sowohl für die Musik bei den Gottesdiensten als auch für die einzigartige Kulisse von Mariazell - die großartige Basilika in einer malerischen Berglandschaft -, und das gelte auch für die "außergewöhnlich gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat". Und Beobachtern von außen erscheine die katholische Kirche in Österreich "durchaus lebendig", hob Wuthe hervor.
"Ein Kapital, das genutzt werden soll"
"Wir bekommen sehr viele positive Rückmeldungen": Andrea Geiger, hauptverantwortliche Organisatorin des Papstbesuches, zeigte sich am Montag sehr zufrieden über den Verlauf der Visite. Abgesehen von einzelnen Problemen mit den Ton- und Bildanlagen auf dem Platz Am Hof und in Mariazell, bedingt durch die Nässe, sei der Besuch programmgemäß verlaufen, teilte Geiger im Gespräch mit "Kathpress" mit.
Besonderen Eindruck hätten bei ihr der Gottesdienst in Mariazell und die Begegnung mit den Ehrenamtlichen und Freiwilligen im Konzerthaus hinterlassen. Eine sehr positive Stimmung habe - so ihr Eindruck - während der drei Tage auch unter all jenen geherrscht, die in die praktische Abwicklung involviert waren, von innerkirchlichen Mitarbeitern über die Sicherheitskräfte bis zu den Rettungsleuten.
Die Begegnungen mit Benedikt XVI., seine Reden und Impulse sowie die Erlebnisse der Teilnehmer stellten ein "Kapital" dar, das nicht ungenutzt bleiben sollte, hob Andrea Geiger hervor. Daher werde man in den nächsten Wochen überlegen, wie die Nacharbeit zu dem Papstbesuch aussehen könnte. Anknüpfungspunkte gebe es viele, etwa die Sendung, die Benedikt XVI. den Pfarrgemeinderäten in Mariazell mit auf den Weg gab, oder neue Initiativen im Bereich der Ehrenamtlichen und Freiwilligen.
Quelle: Kathpress