Mariazell: Positive Reaktionen
In Interviews äußerten sich Bundespräsident Heinz Fischer, "Raiffeisen"-Generalanwalt Christian Konrad und andere
Bundespräsident Heinz Fischer berichtete im Anschluss an die Messfeier vor Journalisten über die guten Gespräche, die er mit dem Papst habe führen können. Jedes Wort des Papstes habe große Bedeutung, so Fischer, jede Aussage des Oberhaupts einer Weltkirche habe immer auch politischen Charakter.
Zur Freitag kurzfristig losgetretenen Abtreibungsdiskussion meinte Fischer, dass es sicher keinen Meinungsunterschied darin gebe, dass Abtreibung nicht erwünscht sei. Es habe aber keinen Sinn, in dieser Frage mit Strafe zu drohen. Vielmehr brauche es Beratung, die Frauen dürften nicht im Stich gelassen werden. Diesem Ansatz entspreche auch die österreichische Rechtslage.
Der Olmützer Erzbischof Jan Graubner, Vorsitzender der Tschechischen Bischofskonferenz, war von der Eucharistiefeier mit dem Papst tief bewegt. Einmal mehr habe sich gezeigt, dass die Suche nach der Wahrheit das zentrale Thema des Papstes sei, "und das ist wichtig für uns und ganz Europa", so Graubner.
Der Grazer Weihbischof Franz Lackner zeigte sich im "Kathpress"-Gespräch berührt vom "Blick des Papstes für das Wesentliche". Benedikt XVI. sei ein wahrer "Diener des Glaubens". Zur Frage, warum sich gerade so viele Jugendliche für den Papst begeistern, meinte Lackner, dass sie "wohl die echte Sorge Benedikts XVI. für das Wesentliche des Lebens erkennen". Der Papst sei für sie wie ein Vater, "der mit ihnen geht und aus seiner reichen Erfahrung schenkt".
Konrad: "Österreich ist ein religiöses Land"
Auch "Raiffeisen"-Generalanwalt Christian Konrad war tief beeindruckt von der Begegnung mit Papst Benedikt XVI. Der Vorsitzende Kuratoriums "Mariazell braucht Ihre Hilfe" hob vor allem die Natürlichkeit hervor, die Benedikt XVI. auszeichne. Auch sein besonderes Bemühen um die Jugend würdigte der "Raiffeisen"-Generalanwalt im "Kathpress"-Gespräch. Gerade auch wegen der widrigen Witterungsumstände sei das Jubiläum von Mariazell zu einem beeindruckenden emotionalen Fest geworden, so Konrad: "Alle Berichte, dass Österreich kein religiöses Land mehr ist, sind schlichtweg falsch".
Annemarie Fenzl, langjährige Leiterin des Sekretariats von Kardinal Franz König und Vizepräsidentin des Vereins der "Freunde der Basilika Mariazell" war vom Gottesdienst sichtlich bewegt. Der Papst verstehe es in besonderer Weise, "Mut zum Glauben zu machen und dabei Freude zu verbreiten". Sie zeigte sich auch sehr erfreut, dass Benedikt XVI. in seiner Rede in der Hofburg am Freitag auf Kardinal König und dessen Einsatz für den unbedingten Schutz des Lebens vom Anfang bis zum natürlichen Ende hingewiesen hatte.