Christenplattform in der SPÖ gegen PID
Ein klares "Nein" zur Freigabe der Präimplantationsdiagnostik (PID) kommt von Christen innerhalb der SPÖ: "Die PID ist und bleibt in jeder Form ein Instrument der Selektion", betonte der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS), Matthias B. Lauer, in einer Aussendung am Sonntag. Aus diesem Grund beharre ACUS "strikt auf der Ablehnung der Freigabe der Präimplantationsdiagnostik".
Mit einer Freigabe der PID in noch so kleinen Bereichen werde "einer Mentalität nachgegeben, in der Kinder mit Behinderung als unerwünscht erscheinen und ihre Existenz als zu vermeiden gilt," erläuterte Lauer, der den Mehrheitsbeschluss der Bioethikkommission deutlich kritisierte: "Folgt man den Vorschlägen der Mehrheit der Bioethikkommission zur PID, so begibt man sich weiter auf die abschüssige Bahn hin zur Eugenik, ob man will oder nicht."
Der ACUS-Vorsitzende warnte davor, kritische Stimmen gegen die Freigabe der PID von vornherein als unsachlich und moralisierend abzuqualifizieren. Die gegenwärtige Biopolitik dürfe nicht zu einer "eugenische Bevölkerungspolitik" führen so Lauer, der festhielt: "Das menschliche Existenzrecht ist nicht von zeitbedingten Diskursen abhängig und kann nicht den Interessen einer selektierenden Wunschkind-Ideologie geopfert werden."
Informationen: www.acus.at
Quelle: Kathpress