Papstbotschaften für Frauen, Künstler, Arbeiter
Zum "Jahr des Glaubens" und dem 50. Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils wendet sich Papst Benedikt XVI. mit eigenen Botschaften an Frauen, Wissenschaftler, Künstler und Arbeiter. Die Botschaften sollen am Donnerstag zur Eröffnung des Themenjahres nach einem Gottesdienst auf dem Petersplatz an ausgewählte Vertreter der jeweiligen Gruppen überreicht werden, kündigte Kurienerzbischof Rino Fisichella am Dienstag im Vatikan an.
Weitere Botschaften seien an Kranke, Jugendliche sowie die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomaten gerichtet, so der Präsident des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung. Sein "Amt" ist für die weltkirchliche Koordinierung des "Jahres des Glaubens" verantwortlich.
Die Botschaft an die Forscher und Denker soll dem deutschen Philosophen Robert Spaemann, dem deutschen Bibelwissenschaftler Gerhard Lohfink und der italienischen Teilchenphysikerin Fabiola Gianotti überreicht werden. Gianotti, die am Kernforschungszentrum CERN in Genf arbeitet, gab im Juli die Entdeckung des Higgs-Boson-Teilchens bekannt.
Die Botschaft an die Arbeiter soll ein Bergarbeiter aus Chile entgegennehmen, der durch das Minenunglück von San Jose im Jahr 2010 mehr als zwei Monate lang verschüttet war.
Die Initiative geht laut Fisichella auf die "großen Botschaften des Konzils" zurück, die Papst Paul VI. zum Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) an verschiedene gesellschaftliche Gruppen gerichtet hatte. Das katholische Themenjahr beginnt am 11. Oktober zum 50. Jahrestag der Eröffnung der historischen Bischofsversammlung und endet am 24. November 2013.
Quelle: Kathpress