Bischofssynode berät über Schlussbotschaft
Die Synode tagt seit 7. Oktober zum Thema Neuevangelisierung. Rund 260 Kardinäle und Bischöfe beraten bis 28. Oktober darüber, wie die katholische Kirche fernstehende Mitglieder besser erreichen kann. Kardinal Betori leitet die Vorbereitungskommission für die Schlussbotschaft. Das Schreiben richtet sich an alle Gläubigen.
Zur Synoden-"Halbzeit" und zugleich vor dem Einstieg in die vertiefenden Beratungsgespräche der Synodenteilnehmer in zwölf Sprachgruppen zeichnen sich bereits einige Tendenzen zur Neupositionierung der Kirche im Ringen um die Neuevangelisierung ab. So stellten zahlreiche Wortbeiträge die Gottesfrage in einer säkularisierten Gesellschaft in den Mittelpunkt. Die Fragen der Neuevangelisierung müssten daher lauten: Wie können die Gläubigen wieder stärker zur Verantwortung für Mission und Evangelisierung sensibilisiert werden? Wie muss der Dienst der Kirche neu ausgelotet werden, auch angesichts der Herausforderungen durch Globalisierung oder Einschränkungen der Religionsfreiheit?
Als vorrangigen Ort für die Neuevangelisierung bezeichneten viele Synodalen die Pfarrgemeinden und die in ihnen aktiven kleinen Gemeinschaften. Die neuen Geistlichen Bewegungen wurden in der Synodenaula nur selten eigens erwähnt. Die Aktivitäten der Pfarreien müssten besser gefördert und koordiniert werden. Als Akteure für die Glaubensvermittlung wurden die Familien genannt. Unterstrichen wurde außerdem die Bedeutung sozialen Engagements für Frieden und Gerechtigkeit als wichtiger Ort zur Vermittlung von Kirche und Welt.
Viel Arbeit also für die Vorbereitungskommission, um diese Themenvielfalt in eine umfassende und doch zugleich auch in der Praxis der kirchlichen Evangelisierungsarbeit anwendbare Schlussbotschaft zu gießen.
Quelle: Kathpress