Seitenstetten: Kunst-Schwerpunkt zum Jubiläum
Das niederösterreichische Benediktinerstift Seitenstetten beleuchtet im Rahmen seines heurigen 900-Jahr-Jubiläums auch die eigene Bau-, Kultur- und Kunstgeschichte. In einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe sollen der Hintergrund der Stiftung, der Ausbau des Stiftes zum barocken Vierkanter, die umfangreichen Bestände der Stiftsbibliothek und das musikalische Erbe dargestellt werden, wie es von Seiten des Stifts in einer Aussendung heißt.
Eröffnet wird die Reihe am 1. Oktober vom Historiker und Stiftsarchivar P. Jakobus Tisch. Er referiert zur Gründung des Stifts und wie es sich zur "dominanten und prägenden Institution im Mostviertel" entwickeln konnte.
Der Historiker und Buchautor Franz Überlacker präsentiert gemeinsam mit Abt Berhold Heigl am 8. Oktober den neuen Kunstband "Stift Seitenstetten und seine Kunstschätze". Überlacker beschäftigt sich anschließend in seinem Vortrag mit der barocken Umgestaltung des Klosters im 18. Jahrhundert durch den Baumeister Joseph Munggenast.
Der Abend des 22. Oktober steht ganz im Zeichen der Kunst: Der Musikwissenschaftler Reinhold Meyer zeigt den reichhaltigen musikalischen Fundes des Stiftes Seitenstetten auf, der bis ins Mittelalter zurückgeht. Der Dramatiker Karl-Heinz Huber beschäftigt sich anschließend mit Poeten und Poesie im Kloster.
Seit 1112 Mönche in Seitenstetten
Seit 1112 beten und arbeiten Mönche nach den Regeln des Heiligen Benedikt in Seitenstetten. Ein gewisser "edelfreier Mann Udiskalk von Still hat ein kleines Kloster für Mönche zu Ehren der Gottesmutter Maria auf seinem freien Eigen Stansteten errichtet", berichtet die älteste Urkunde des Stifts.
Der Vierkanter des Stiftes in seiner heutigen barocken Ausformung geht auf Planungen und Ausführungen des Baumeisters Josef Munggenast von 1718 zurück. Das Barockgebäude war letztlich auch Vorbild für viele bäuerliche Vierkanthöfe kleinerer Dimensionen. (Infos: www.stift-seitenstetten.at)
Quelle: Kathpress