
Salvatorianerinnen: Wechsel in Generalleitung
Neben Sr. Edith Bramberger, die vor kurzem zur Generaloberin der Salvatorianerinnen gewählt wurde, wechselt mit Sr. Teresa Schlackl eine zweite Oberösterreicherin in die Ordensleitung nach Rom. Schlackl wird künftig im fünfköpfigen internationalen Leitungsteam des Frauenordens Sr. Bramberger zur Seite stehen. Die Amtszeit von Bramberger und Schlackl ist von 2013 bis 2019 anberaumt. Die Generalleitung besteht aus vier Ratsschwestern und der Generaloberin.
Für Schlackl, die seit 32 Jahren dem Orden der Salvatorianerinnen angehört, ist das ständige Bemühen um Erneuerung eine zentrale Herausforderung, wie sie in der aktuellen Ausgabe der Kirchenzeitung der Diözese Linz betont. In Österreich "lernen gerade drei Novizinnen das Ordensleben intensiv kennen", freut sich die Salvatorianerin. Besonders hoch sei das Interesse aber in Ländern wie Indien und Kongo, wo die Zahl der jährlichen Novizinnen gar auf fünf begrenzt werden musste. Erneuerung sei angesichts des Durchschnittsalters der europäischen Salesianerinnen - es sind deren 450 von weltweit 1.126 - von 72 Jahren in jedem Fall ein zentrales Anliegen.
Das Generalkapitel, das im Oktober in Rom getagt hatte, akzentuierte im Bemühen um die "Wiedergewinnung der apostolischen Identität des Ordens" vor allem das bewusste Frausein in der Kirche: "Wir möchten eine bibelnahe Gemeinschaft mit urkirchlichem Geist sein, in der auch feministische Züge und ein bewusstes Frausein in der Kirche ihren Platz haben", so Sr. Schlackl.
Die Generalleitung in Rom werde im Orden sehr geschätzt, "Rom ist super", bekundete Schlackl, die als neue Ratsschwester ihren Beitrag leisten möchte, dass dies so bleibt.
Ein Schwerpunkt in der neuen Amtsperiode werde die finanzielle Solidarität zwischen den einzelnen Provinzen sein. Die Generalleitung stehe unter der Herausforderung, einen Ausgleich zwischen den Nettozahlern - neben Deutschland, Belgien oder den USA auch Österreich - und den Empfängern herzustellen: Im gemeinsamen Gespräch werde mit Hilfe der Generalleitung versucht, "unterschiedliche Interessen auf einen ehrlichen Weg der Solidarität" zu bringen, erläuterte Schlackl.
Quelle: Kathpress