
Twitter: Papst knackt die Millionengrenze
Papst Benedikt XVI. hat sich in der Twitter-Welt nun persönlich zu Wort gemeldet. "Liebe Freunde! Gerne verbinde ich mich mit euch über Twitter. Danke für die netten Antworten. Von Herzen segne ich euch", so die Grußbotschaft wörtlich, die der Papst am Mittwoch unmittelbar nach der Generalaudienz um exakt 11:36 Uhr über den Kurznachrichtendienst unter @pontifex in den verschiedenen Sprachversionen seines Accounts.
Um 11:30 Uhr hatte der Pontifex-Account mit 1.001.201 Followern zugleich die magische Ein-Millionen-Marke gerade geknackt. Führend war dabei mit 662.268 die englische Version, gefolgt von Spanisch (166.849), Italienisch (93.895), Portugiesisch (24.617), Deutsch (18.981), Französisch (17.460) und schließlich Polnisch (9.899) und Arabisch (7.252). In den zwei darauffolgenden Stunden stieg die Gesamtzahl der Abonnenten um weitere 120.000 auf nunmehr über 1,1 Millionen.
Unmittelbar nach seinem Premieren-Tweet "zwitscherte" Papst Benedikt XVI. am Mittwochnachmittag in kurzen Abständen weitere Male über den Kurznachrichtendienst: Wie zuvor angekündigt, beantwortete der Heilige Vater ausgewählte Fragen, die ihm Twitter-Nutzer über den Hashtag #askpontifex übermittelt hatten.
"Wie können wir das Jahr des Glaubens in unserem Alltag besser leben?", zitierte der zweite Pontifex-Tweet rund 45 Minuten nach der anfänglichen Grußbotschaft die Frage eines Nutzers. Kurz darauf folgte die Antwort des Papstes, im Wortlaut: "Sprich mit Jesus im Gebet. Hör Jesus zu, der im Evangelium zu dir spricht. Finde Jesus in den Notleidenden."
Zwei Stunden später widmete sich der Papst Frage Nummer zwei, die nun "Wie können wir den Glauben an Christus in einer Welt ohne Hoffnung leben?" lautete. "Wer glaubt, ist bestimmt nicht allein", so der Papst als Antwort darauf, und weiter "Gott ist der sichere Fels. Auf ihm können wir das Leben aufbauen. Seine Liebe bleibt immer treu."
Laut Paul Tighe, Sekretär des Päpstlichen Rates für Soziale Kommunikation, war der erste Tweet auf dem päpstlichen iPad am Ende der Generalaudienz ein "außergewöhnlicher Moment", wie Radio Vatikan in der englischen Ausgabe berichtete. Bereits in der ersten Minute habe die englische Eröffnungsbotschaft über 2.000 "Retweet"-Weiterleitungen erfahren.
Im Twitterformat - englisch für "Gezwitscher" - als digitale Echtzeit-Anwendung zur Vermittlung von Kurznachrichten, deren Verbreitung einem Schneeballsystem gleicht, können Gedanken in maximal 140 Zeichen verfasst werden. Als Kurznachrichtendienst, Kommunikationsplattform und soziales Netzwerk im Internet wurde Twitter im März 2006 gegründet.
Quelle: Kathpress