
Wechsel an der Spitze der Frauenorden
Wechsel an der Spitze der Vereinigung der Frauenorden Österreich: Sr. Kunigunde Fürst legt ihre Funktion als Präsidentin mit Jahresende zurück. Ihr Nachfolgerin wird Sr. Beatrix Mayerhofer. Fürst wurde am Dienstagabend im Rahmen des Abschlussgottesdienstes des Ordenstages in der Konzilgedächtniskirche in Wien-Lainz festlich verabschiedet. Sie wird künftig auf eigenen Wunsch in Kasachstan wirken.
Fürst war vier Jahre Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreich. In ihre Amtszeit fiel die verstärkte Zusammenarbeit von Frauen- und Männerorden. Seit 2011 führen die Vereinigung der Frauenorden und die Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften in der Freyung in der Wiener Innenstadt beispielsweise ein gemeinsames Büro. Seit kurzem treten auch Männer- und Frauenorden öffentlich gemeinsam unter der Marke "Ordensgemeinschaften Österreich" auf. Derzeit gibt es in Österreich rund 4.300 Ordensfrauen in knapp 550 Niederlassungen.
Sr. Beatrix Mayrhofer gehört dem Orden der Schulschwestern ("Arme Schulschwestern von Unserer Lieben Frau") an. Sie ist Provinzoberin (Österreich und Italien) und Vorsitzende der Regionalkonferenz der Frauenorden der Diözesen Wien und Eisenstadt. Sie war auch lange Zeit Direktorin des Privatgymnasiums Friesgasse der Schulschwestern und Leiterin der Arbeitsgemeinschaft der Direktoren von Ordensschulen Österreichs.
Einsatz in Zentralasien
Fürst war auch 18 Jahre Generaloberin der Franziskanerinnen Vöcklabruck. Im Sommer diesen Jahres war ihre dritte und damit letzte Amtszeit in dieser Funktion abgelaufen. Die Franziskanerinnen führen in der kleinen Ortschaft Tonkoschurowka in Nordkasachstan eine kleine Niederlassung, wo sie sich um die örtliche Bevölkerung, vor allem die Kinder, kümmern. Zugleich sind sie auch in der rund 30 Kilometer entfernten Ortschaft Korneewka in einem Schulzentrum tätig, das sie gemeinsam mit dem in Blindenmarkt in Niederösterreich ansässigen Orden "Servi Jesu et Mariae" führen. Sr. Kunigunde wird in Kasachstan u.a. Deutschunterricht erteilen.
Quelle: Kathpress