
Weltbibelhilfe verteilt Bibeln in Zentralasien
Auf die schwierige Situation der Christen in Zentralasien macht die Aktion Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft aufmerksam. Ohne eine staatliche Registrierung dürfe etwa in Kasachstan keine religiöse Literatur veröffentlicht, importiert oder verbreitet werden, berichtet der Adventistische Pressedienst (APD) unter Berufung auf die Bibelgesellschaft. Auch in Usbekistan gebe es in öffentlichen Buchläden keine Bibeln zu kaufen. Die Bibelgesellschaften seien in dieser Situation oft die einzige Anlaufstelle für den Erwerb einer Bibel.
"In Schulen ist die Bibel verboten, und es gibt keinen Religionsunterricht für Christen", erklärte der Leiter der Bibelgesellschaft in Usbekistan, Khalmat Ashirov. Die Bibel könne aber bei Jugendveranstaltungen und an Kinder in Waisenhäusern weitergegeben werden.
In Kasachstan zwinge das seit Oktober 2011 bestehende restriktives Religionsgesetz alle Religionsgemeinschaften, sich registrieren zu lassen und untersage die Religionsausübung in der Öffentlichkeit. Bei Zuwiderhandlung drohten hohe Geldstrafen oder sogar ein Verbot der Religionsgemeinschaft. In Kasachstan gebe es nur drei christliche Buchläden, so die Aktion Weltbibelhilfe. Christen reisten von weit her an, um dort eine Bibel zu bekommen.
Finanziert aus Spenden, sorgt die Aktion Weltbibelhilfe für die Übersetzung und weltweite Verbreitung der Bibel. Partner sind die im Weltverband der Bibelgesellschaften zusammengeschlossenen Mitglieder, darunter auch die Österreichische Bibelgesellschaft.
Moskauer Patriarchat verteilt Gratis-Bibeln
Eine Bibel-Verteilaktion hat auch das orthodoxe Moskauer Patriarchat gestartet. Wie der Pressedienst der Stiftung "Pro Oriente" mitteilte, verteilt das Patriarchat Ausgaben des Neuen Testaments und der Psalmen an Schulen, Spitäler, Hotels und Gefängnisse in der ganzen Russischen Föderation.
Eine entsprechende Übereinkunft wurde zwischen dem Patriarchatsverlag und dem "Wohltätigen Fonds des Heiligen Gregor des Theologen" getroffen. Auch die Sicherheitsorgane und das Krankenhauspersonal soll föderationsweit Ausgaben des Neuen Testaments und der Psalmen erhalten. Ebenso wird überlegt, die Heilige Schrift auch den Passagieren von Eisenbahnzügen und Flugzeugen gratis zugänglich zu machen.
Quelle: Kathpress