Ägypten: koptischer Bischof befürchtet Exodus
"Mehr als 100.000 Kopten haben Ägypten in den letzten zwei Jahren verlassen, zigtausend weitere sitzen auf gepackten Koffern, weil die neuen Machthaber das Ziel haben, Ägypten systematisch zu islamisieren", erklärte Damian der Wochenzeitung "Junge Freiheit" (Freitag).
Seit Beginn der islamischen Eroberung Ägyptens im 7. Jahrhundert seien unzählige Kopten ermordet worden. Deshalb gelte die koptische Kirche als "Märtyrerkirche", betonte Damian. Er hege die Angst, dass dem koptischen Christentum - ähnlich wie dem Urchristentum im Irak - die Auslöschung drohe. Er hoffe, dass die "gutherzigen und moderaten Muslime", die gemeinsam mit den Kopten die Mehrheit der Ägypter stellten, eine "Islamisierung" des Landes stoppen könnten - "weil unser Land nicht ins 7. Jahrhundert zurückfallen darf", so der Bischof.