Generalaudienz: Papst ermutigt zu Gottvertrauen
Papst Benedikt XVI. hat zu mehr Gottvertrauen ermutigt. Für Gott sei nichts unmöglich, sagte der Papst am Mittwoch bei der Generalaudienz im Vatikan. Auch in schwierigsten Situationen könne der Christ sich auf das Wirken Gottes in der Geschichte verlassen. Gott bleibe nicht "irgendwo weit hinter den Wolken, er ist da". Der Papst erinnerte vor mehreren tausend Menschen an das Vorbild der Gottesmutter Maria, die ganz auf Gott vertraut habe.
"Diese ersten Tage des neuen Jahres stehen noch ganz im Licht von Weihnachten", so der Papst bei seiner ersten Generalaudienz im neuen Jahr. "Wir schauen auf das Kind in der Krippe, dessen Geburt die Geschichte erneuert hat." Immer wieder tauche die Frage nach der Herkunft Jesu auf, so Benedikt, der diesem Thema erst kürzlich den dritten Band seines Werkes "Jesus von Nazareth" gewidmet hat. "Viele seiner Zuhörer erkannten ihn nicht als Messias, da sie zu wissen meinten, woher er stammt (vgl. Joh 7,27). Die Evangelien geben uns aber klar Auskunft, dass Jesus vom Vater, vom Himmel kommt." Er kommt, so der Papst, "aus dem Geheimnis Gottes".
An der Menschwerdung Gottes seien allerdings nicht nur Vater, Sohn und Heiliger Geist beteiligt gewesen. Auch Marias Rolle sei unverzichtbar für den Glauben, hob er hervor. Sie sei bereit gewesen, "Wohnstatt Gottes" zu werden. Das, "was durch das Wirken des Geistes in Maria geschieht", stelle eine "neue Schöpfung" dar, so der Papst. Maria sei ein "Vorbild im Glauben und im Vertrauen auf Gott, auf sein Handeln in uns".
Das Kind von Bethlehem sei "wirklich der "Immanuel", der Gott mit uns", bekräftigte Papst Benedikt. Und er betonte einmal mehr die Nähe Gottes zu den Menschen: "Er hat seinen Sohn gesandt, um die Welt zu erneuern. Und so ist dies auch für uns ein Ansporn, dass wir uns erneuern lassen, verwandeln lassen, als neue Menschen aus diesem neuen Beginn her leben."
Quelle: Kathpress