
Kapellari: keine Ermüdungserscheinungen
Die Diözese Graz-Seckau hat in einer aktuellen Aussendung am Mittwoch auf Aussagen von Bischof Egon Kapellari zum bevorstehenden Bischofswechsel in der Diözese Graz-Seckau verwiesen, nachdem die traditionellen Interviews des steirischen Bischofs mit zahlreichen Medien zu Weihnachten und zum Jahreswechsel auch von dieser Frage geprägt waren. Bischof Egon Kapellari hatte vor zwei Jahren anlässlich seines 75. Geburtstages den Papst entsprechend dem Kirchenrecht um Entpflichtung von seinem Amt gebeten. Papst Benedikt XVI. hatte im Jänner 2011 diesen Rücktritt "nunc pro tunc" ("jetzt für später") angenommen, zugleich aber die Amtszeit des Bischofs um zwei Jahre verlängert.
Der steirische Diözesanbischof, der am 12. Jänner sein 77. Lebensjahr vollenden wird, sagte auf Anfrage in einem ORF-Interview am Christtag, dass diese Frist "randunscharf" sei. Rom stehe es ganz frei, die Zwei-Jahres-Frist zu verlängern oder einzuhalten. Wörtlich sagte Bischof Kapellari: "Ich hoffe, dass Wochen oder Monate später eine Übergabe an einen Amtsnachfolger stattfinden wird. Bis dahin wird die Diözese aber ganz regulär geleitet."
Bis zu einem Wechsel in der Leitung der Diözese werde wie bisher ohne jedes Provisorium gearbeitet; im Bemühen, allseits das Miteinander zu stärken.
Unter Verweis auf den Start zum "Diözesanen Weg 2012 - 2018", durch den das 50-jährige Konzilsjubiläum mit dem 800-jährigen Bestehen der Diözese verbunden werden soll, sagte der steirische Oberhirte: "Es gibt keine Ermüdungserscheinungen, keine Erschlaffungen." Die Diözese Graz-Seckau habe im Vergleich eine erhebliche Stabilität. Zu verdanken sei diese unzähligen amtlichen mitarbeitenden Priestern und Ordensleuten und Laienchristen sowie noch viel mehr den Tausenden ehrenamtlich in der Kirche Tätigen.
Quelle: Kathpress