
Ökumenisches Taize-Treffen in Rom beendet
Das 35. Europäische Jugendtreffen der ökumenischen Gemeinschaft von Taize ist am Mittwoch in Rom mit einem Morgengebet zu Ende gegangen. Über 30.00 junge Christen waren in die italienische Hauptstadt gereist, um sechs Tage zu beten, zu singen und über den Glauben zu sprechen. Höhepunkt des Treffens war am Samstag ein Abendgebet mit Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz, an dem rund 45.000 Menschen teilnahmen. Nach gemeinsamen Gebeten in den gastgebenden Kirchengemeinden reisten die Teilnehmer am Mittwochvormittag ab. Das nächste Treffen soll in einem Jahr in Straßburg stattfinden.
In seiner Abschlussansprache in der Lateranbasilika rief der Leiter der Gemeinschaft von Taize, Frere Alois, die Jugendlichen auf, sich von der Wirtschaftskrise nicht entmutigen zu lassen. Angesichts von materieller Not und unsicheren Arbeitsverhältnissen müssten sie im Vertrauen auf Gott eine "innere Kraft" entwickeln. "Ich wünsche mir, dass ihr nach diesem Treffen mit Mut und Freude in die Zukunft schaut", sagte Frere Alois vor mehreren Tausend Jugendlichen.
Besondere Aufmerksamkeit galt in diesem Jahr den Christen in Afrika. Bereits im November waren einige Taize-Brüder zu einem "Pilgerweg des Vertrauens" nach Ruanda gereist. Aus dem von Völkermord und Bürgerkrieg gezeichneten Land brachten die Taize-Brüder einen Korb voller Samen mit, die symbolisch auf der ganzen Welt verteilt werden und Frieden stiften sollen. In zahlreiche Länder auf dem Balkan und Lateinamerika wurden solche Körbe bereits verschickt. Auch der Papst erhielt während des Abendgebets in Rom einen Samenkorb.
In den kommenden Tagen reisen nach Angaben von Frere Alois einige Taize-Brüder nach Istanbul, wo sie gemeinsam mit Patriarch Bartholomaios I. und türkischen Christen beten wollen. Im Oktober und November begeben sich Mitglieder der Gemeinschaft weiter nach Indien und Korea, um dort asiatische Christen zu treffen.
Quelle: Kathpress