
Votivkirche: Flüchtlinge erhalten Sonderpreis
Die Flüchtlinge in der Votivkirche sind von der Organisation "SOS Mitmensch" mit dem Ute Bock-Sonderpreis ausgezeichnet worden. Eine Gruppe der Flüchtlinge nahm den Preis am Sonntag bei der im Wiener Volkstheater stattfindenden Matinee entgegen. Gleichzeitig erklärten die Flüchtlinge, das Preisgeld in der Höhe von 3.000 Euro an die Caritas zu übergeben. Damit soll Menschen in Not geholfen werden, erklärten die Flüchtlinge, die gleichzeitig auf ihre eigene Situation hinwiesen: "Wir brauchen kein Geld, sondern Menschenrechte und Menschlichkeit", betonten die Ausgezeichneten.
"Tief beeindruckt vor dieser menschlichen Größe und Dankbarkeit", zeigte sich in einer ersten Reaktion der Wiener Caritas-Sprecher Klaus Schwertner im Gespräch mit "Kathpress". Die "gelebte Mitmenschlichkeit der Flüchtlinge, die selbst in Not sind, verdient Respekt und Hochachtung", so Schwertner am Rande der Matinee.
Den Ute-Bock-Preis 2012 für Zivilcourage erging an den Linzer Polizisten Uwe Sailer. Dieser werde für seinen "unerschütterlichen Einsatz gegen rechtsextreme Untriebe" ausgezeichnet, erklärte "SOS Mitmensch" in einer Aussendung am Samstag. Der Polizist ist bekannt geworden durch seinen Einsatz gegen die neonazistische Internet-Blog "Alpen-Donau-Info".
"SOS Mitmensch" versteht sich nach eigenen Angaben als "Pressure Group, die sich lautstark und tatkräftig für die Durchsetzung der Menschenrechte einsetzt". Die NGO wurde am 10. Dezember 1992 gegründet, um gemeinsam mit anderen Organisationen und kirchlichen Gruppen mit dem Lichtermeer dem damaligen "Anti-Ausländer-Volksbegehren" der FPÖ unter Jörg Haider etwas entgegen zu setzen.
Quelle: Kathpress