
Familienverband: Familienleistungen valorisieren
Alle Transferleistungen und steuerliche Maßnahmen des Staates an Familien sollten jedes Jahr ebenso an die Inflation angepasst werden wie dies bislang bei Gehältern, Pensionen oder Parteienforderungen geschieht: Das hat der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) am Montag in einer Presseaussendung gefordert. Die Valorisierung sei aus Gründen der Gerechtigkeit und der gleichen Teilhabe aller an der Gesellschaft nötig, legt KFÖ-Präsident Alfred Trendl dar: "Eine Anpassung der Familiengelder kommt insbesondere Kindern zugute, ohne die unser Land keine Zukunft hat."
Die geforderte Valorisierung bei Familienleistungen ist laut Trendl überfällig - "denn wie soll man mit einem Bruttogehalt von 2.000 Euro und einer Abgabenbelastung von 46 Prozent eine Familie versorgen?"
Mittlerweile betrage der Wertverlust bei der Familienbeihilfe über 37 Prozent, beim 2002 eingeführten Kinderbetreuungsgeld mehr als 24 Prozent, rechnete der KFÖ-Präsident vor. Da steuerliche Familienmaßnahmen nahezu komplett fehlten, liege Österreich laut OECD nur an 16. Stelle bei der staatlichen Unterstützung von Familien, so Trendl.
Keine Budget-Belastung
Erfreut zeigte sich Trendl über die Ankündigung von Familienminister Reinhold Mitterlehner zum Jahreswechsel, die Familienbeihilfe einerseits zu erhöhen, andererseits laufend zu valorisieren. Die Umsetzung dieser Versprechungen stehe nun an, die Valorisierung sei "im Nationalrats-Wahljahr Messlatte für die Parteien", so der KFÖ-Präsident.
Nachdem ab 2010 die Familienleistungen rigoros gekürzt worden seien, was insbesondere Mehrkindfamilien traf, erziele der Familienlastenausgleichsfonds sogar Überschüsse. "Die Anpassung an die Inflationsrate würde daher nicht einmal das Budget belasten", betonte Trendl.
Quelle: Kathpress