
Reliquie des heiligen Don Bosco bereist Österreich
Eine Bronzestatue mit einer wertvollen Reliquie des heiligen Johannes Bosco (1815-1888) wird in den kommenden Tagen Österreich durchqueren. Die sterblichen Überreste des als "Schutzpatron der Jugend" verehrten Sozialpioniers machen ab Aschermittwoch eine Woche lang Station in Einrichtungen der Don Bosco-Schwestern und der Salesianer Don Boscos, umrahmt von einem Festprogramm mit insgesamt 15 Gottesdiensten. Anlass dazu ist die Vorbereitung auf das Jahr 2015, an dem die Don Bosco-Bewegung den 200. Geburtstag ihres Gründers feiert.
Start der Österreich-Tour ist am 13. Februar im Linzer Mariendom, wo Diözesanbischof Ludwig Schwarz - selbst Mitglied des Salesianerordens - die zuvor aus Budweis kommende Statue in Empfang nehmen wird. Der Weg führt weiter zu den Don Bosco Schwestern und den Salesianern in Vöcklabruck, Unterwaltersdorf, Wien, Graz, Klagenfurt, Salzburg, Baumkirchen, Stams und Fulpmes. Auch Nuntius Peter Zurbriggen, die Bischöfe von Salzburg und Graz, Alois Kothgasser und Egon Kapellari, sowie P. Rudolf Osanger und Sr. Maria Maxwald als Provinziale der Salesianer und der Don Bosco-Schwestern, nehmen am Programm teil.
Die 280 Kilogramm schwere, 160 Zentimeter hohe Bronzestatue ist ein Werk des italienischen Bildhauers Mauro Badessari. Sie zeigt Don Bosco mit vier bei ihm hilfesuchenden Kindern, zumal der Heilige als Freund der Jugend und Kinder gilt. Im Inneren der Skulptur ist ein versiegelter Zinkbehälter mit der Speiche des rechten Arms Don Boscos enthalten, mit dem der Heilige laut Berichten seiner Zeitgenossen zeitlebens viele Menschen gesegnet hat.
Seelsorger, Sozialarbeiter und Ordensgründer
Die Statue samt Reliquie befindet sich schon seit 2009 auf weltweiter "Pilgerreise": In insgesamt 130 Ländern sind die auf Don Bosco zurückgehenden Orden und Laienvereinigungen tätig. "Reliquienverehrung darf und soll nichts mit Aberglauben zu tun haben", stellt die Don Bosco Bewegung in ihrer Einladung klar. Man könne sie jedoch verstehen als Weise, "sich mit einem heiligen Menschen zu verbinden, der in seinem Leben durch sein Wort und sein Tun die Liebe und Menschenfreundlichkeit Gottes verkörpert hat".
Giovanni Melchiorre Bosco - "Don" bezeichnet im Italienischen einen Priester - war Seelsorger, Sozialarbeiter und Ordensgründer. Er holte in der Industriemetropole Turin arbeitslose und sozial entwurzelte Jugendlichen von der Straße und gründete für sie offene Jugendzentren, "Oratorien" genannt. Dazu bildete er Mitarbeiter aus, gründete die Ordensgemeinschaft der Salesianer und gemeinsam mit der der später ebenfalls heiliggesprochenen Maria Mazzarello die "Töchter Mariä Hilfe der Christen" (Don Bosco-Schwestern). Als Vereinigung von Laien, die nach den Prinzipien Don Boscos leben, bildeten sich später die "Salesianischen Mitarbeiter".
Weitere Informationen unter www.donbosco.at
Quelle: Kathpress