
Zulehner: "Kein Vatikan-Putsch"
Der Wiener Pastoraltheologe Prof. Paul Zulehner hat in der ORF-ZIB 2 Spekulationen zurückgewiesen, wonach der Papst einem innervatikanischen Putsch von konservativen Kräften zum Opfer gefallen sei. Ebensowenig habe er sein Amt aus Resignation aufgegeben, weil er sich in der Kurie nicht habe durchsetzen können. Er habe wohl schlicht die großen Herausforderungen gesehen, die auf die Kirche zukommen, und sich diesen kräftemäßig nicht mehr gewachsen gefühlt. Das zeuge von "großer sittlicher Verantwortung für die Kirche", so Zulehner.
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Benedikt XVI. sei in erster Linie ein großer Theologe und kein politischer Papst gewesen. Sicher habe er deshalb auch den vatikanischen Verwaltungsapparat nicht im notwendigen Maß im Griff gehabt, dazu hätte er an Schlüsselpositionen stärkerer Persönlichkeiten einsetzen müssen.
Der nächste Papst muss nach Ansicht Prof. Zulehners "stärker in den Fragen der Welt präsent sein". Etwa in den Herausforderungen Ökologie, Terror oder hinsichtlich der Wirtschaftskrise. Und er sollte vielleicht auch nicht aus Europa kommen, so der Pastoraltheologe.
Quelle: Kathpress