
Heiligenkreuzer Mönche zum Abschied beim Papst
Einer der letzten offiziellen Akte von Papst Benedikt XVI. könnte ihn - erneut - eng mit Österreich verbinden: So hat das Wienerwaldstift Heiligenkreuz bereits Anfang Februar die Zusage erhalten, dass der Papst bei seiner Generalaudienz am 27. Februar - der letzten seines Pontifikats - den Grundstein für den Ausbau der nach ihm benannten Heiligenkreuzer Hochschule segnen wird.
Ob diese Zusage nach den überraschenden Entwicklungen der vergangenen Woche mit der Ankündigung des Amtsverzichts weiterhin besteht, ist derzeit noch offen. "Wir hoffen nun sehr, dass es trotz des Massenandranges gelingt, den Segen des Heiligen Vaters für den Grundstein und unsere Hochschule, deren Namenspatron er ja ist, zu erhalten", heißt es auf der Website der Hochschule.
Eigens nach Rom reisen werden aus diesem Anlass der Abt des Stiftes, Maximilian Heim, der Rektor der Hochschule, P. Karl Wallner, sowie einige Studenten der Hochschule. Im Gespräch mit "Kathpress" unterstrich Wallner die enge Verbindung zwischen dem Stift und Papst Benedikt XVI. Der Besuch des Papstes im September 2007 im Stift habe eine Art Initialzündung für alle weiteren Entwicklungen und Höhepunkte des Stiftes etwa auch im Blick auf die erfolgreichen CD-Projekte dargestellt, so P. Wallner.
Ausbau der Hochschule startet im April
Der Grundstein in Form einer Steinplatte ist rund 15 Kilo schwer. Ihn ziert das päpstliche Wappen sowie die Inschrift: "Mögen in Euch Gehorsam und Weisheit, Glaube und Vernunft bleiben". Diese Worte könnten angesichts der jüngsten Entwicklungen "wie ein letztes Vermächtnis des Papstes an uns" gewertet werden, so P. Wallner. Schließlich habe sich die Hochschule, die den Namen Papst Benedikts trägt, dem Ziel verschrieben, "den Horizont des Denkens offen zu halten", wie es auch der Theologie des Papstes entspreche.
Weiters teilte P. Wallner gegenüber "Kathpress" mit, dass der Ausbau der Hochschule, mit dem Spatenstich am 30. April beginnen werde. Die erste Bauphase sei mit rund zwei Millionen Euro an gesammelten Spendengeldern finanziert. Insgesamt sollen rund fünf Millionen Euro investiert werden, um so den weiter steigenden Studierendenzahlen auch räumlich gerecht zu werden.
Quelle: Kathpress