
"Was steckt dahinter?"
"Was steckt dahinter?" - Diese Frage stellt wohl eine normale Reaktion auf Verhülltes und Verborgenes aller Art dar. Man möchte hinter die Kulisse blicken, hinter den Schleier, das Geheimnis lüften. In gleich doppeltem Sinne aufgegriffen wird diese Reaktion von der Verhüllungsaktion "Aktion Glaube", bei der während der Fastenzeit österreichweit tausende öffentliche Glaubenssymbole mit leuchtend gelben oder violetten Stoffen verhüllt werden. So will die Aktion aufmerksam machen auf die zahlreichen Wegzeichen des Glaubens in der Öffentlichkeit und damit auf dessen öffentliche Relevanz, aber sie möchte auch einladen, sich neu mit dem Glauben an sich zu beschäftigen, zu fragen, was dahinter steckt.
Erläutert wird dieser doppelte Gehalt der "Aktion Glaube" vom steirischen Projektverantwortlichen und diözesanen Pressesprecher Georg Plank in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "miteinander" (März-Ausgabe) des Canisiuswerkes. Die Verhüllung der Glaubenssymbole komme einer "paradoxen Intervention" gleich, da sie Aufmerksamkeit gerade "nicht durch noch lautere oder grellere Werbung erzeugt, sondern durch das Verbergen des Selbstverständlichen, des Gewohnten und dadurch nicht mehr Beachteten und nicht mehr Hinterfragten", so Plank.
Die Aktion, die einen Höhepunkt der Aktivitäten der österreichischen Kirche im "Jahr des Glaubens" darstellt, knüpfe damit an einer bewährten kirchlichen Praxis an: "Äußerliches Kennzeichen der Passionszeit ist schließlich die Verhüllung von Kruzifixen".
Damit die Botschaft, also das, was "dahinter steckt", auch in der Öffentlichkeit gehört wird und sich die Neugier nicht im bloßen Lüften der Verhüllungsstoffe erschöpft, brauche es eine wohldosierte professionelle Medien- und Kommunikationsbotschaft. Diese leiste man mit Webangeboten sowie mit über 10.000 Info-Foldern und Info-Tafeln sowie mit "QR-Code"-Markierungen, über die man rasch via Handy Informationen zur Aktion bekommen kann.
In einer "Zeit wachsender Reizüberflutung" könne und dürfe die Kirche "nicht agieren wie Red Bull, die Milliarden in Marketing investieren"; schließlich sei die Kirche keine "Marke" im herkömmlichen Sinne. Vielmehr bemesse sich Erfolg darin, ob es gelingt, durch Initiativen wie etwa die "Aktion Glaube" neue "Aufmerksamkeit für die Kirche zu erlangen und die Herzen der Menschen anzusprechen", so Plank.
Quelle: Kathpress