
Pontifikatsende: Gottesdienste in ganz Österreich
In zahlreichen Kirchen aller Diözesen Österreichs gibt es am Donnerstag Dankesfeiern für Papst Benedikt XVI., dessen Amtszeit am 28. Februar, 20 Uhr, zu Ende geht. Im Wiener Stephansdom feiert Nuntius Peter Stephan Zurbriggen mit den Weihbischöfen Franz Scharl, Helmut Krätzl und rund 40 weiteren Priester um 19 Uhr einen Gottesdienst, bei dem in acht Sprachen - neben Deutsch, Englisch und Französisch sind auch Kroatisch, Polnisch, Malayalam, Tagalog und Arabisch vertreten - für den scheidenden Papst, für den Nachfolger und dessen Wahl und alle Mitglieder der Kirche gebetet wird.
Um punkt 20 Uhr werden in ganz Österreich die Glocken der Pfarr- und Klosterkirchen den Beginn der Sedisvakanz einläuten. Auch die Pummerin am Stephansdom wird zum Klingen gebracht und zum stillem Gebet rufen. Weiters wird der Nuntius bei der Feier im Stephansdom ein vom Wiener Künstler Bernd Fasching geschaffenes Bild von Johannes Paul II. (1920-2005) segnen: Der bereits seliggesprochene Vorgänger Benedikts XVI. soll ein Fürsprecher für die Bestimmung des neuen Papstes sein. Der künftige Platz des Bildes wird die Eligiuskapelle sein, wo sich Johannes Paul II. vor den Gottesdiensten während seiner Pastoralbesuche in Wien stets zum stillen Gebet zurückgezogen hat.
Die Gebete für die Kirche, für die papstwählenden Kardinäle und den Nachfolger Benedikts im Petrusamt gehen jedoch weiter: So wird etwa in der Erzdiözese Wien bei den Eucharistiefeiern am Tag des Papstrücktritts ein vom Liturgiereferat erstelltes Gebetsheft vorgestellt und verteilt, das den Titel "Beten für die Kirche in neun Tagen" trägt. Die Novene beinhaltet Lieder, Gebete und Meditationstexte und ist auf der Homepage des Referats (www.pastoralamt.at/liturgie) download- und bestellbar.
Auch die Diözesen nehmen den Papstrücktritt zum Anlass für zahlreiche Gottesdienste. In Salzburg leitet Erzbischof Alois Kothgasser am 28. Februar um 19 Uhr eine Messe für Papst Benedikt XVI. Zeitgleich gibt es auch im Klagenfurter Dom einen Dankgottesdienst mit Bischof Alois Schwarz.
Im Linzer Mariendom findet um 18.15 Uhr des Rücktritts-Tages ein Dankgottesdienst statt, geleitet von Diözesanbischof Ludwig Schwarz. Wie die Diözese ankündigt, wird der Linzer Bischof bei diesem Anlass einen Rückblick auf das Pontifikat von Papst Benedikt XVI. geben und um das Gebet für einen guten Nachfolger bitten.
Der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer feiert im Dom zu St. Jakob um 18.30 Uhr einen Dankgottesdienst. Die gesamte Diözese sei aufgerufen, den 28. Februar mit besonderem Dank an Gott für Papst Benedikt und dessen Dienst für die katholische Kirche zu begehen und für einen guten Nachfolger zu beten - "in einer Eucharistiefeier oder in einer Gebetsstunde", wie es heißt. Man wolle auch die Tage bis zur Papstwahl "mit fürbittendem Gebet" begleiten.
In der Diözese St. Pölten fand eine den Anliegen Papst und Konklave gewidmete Messe bereits am Freitag der Vorwoche - dem Fest "Kathedra Petri" - in der Wallfahrtskirche Maria Dreieichen statt.
Die westlichste Dankesfeier Österreichs für den Papst ist am 28. Februar im Feldkircher Dom St. Nikolaus. Nach einem musikalischen Kantaten-Auftakt um 18 Uhr beginnt um 19 Uhr ein Dank- und Bittgottesdienst mit Diözesanadministrator Benno Elbs. Um 20 Uhr werden die großen Glocken geläutet - "alle Glocken erklingen erst, wenn der neue Papst gewählt ist", erklärte die Sprecherin der Diözese, Veronika Fehle.
Mariazeller Dankgottesdienst am Sonntag
Dank und Bitten der Nation münden schließlich am Sonntag, 3. März, in einen Gottesdienst in Mariazell, den der Bischof von Graz-Seckau, Egon Kapellari, um 11.15 Uhr "mit Dank für das Wirken von Benedikt XVI. und mit der Bitte um Segen für den weiteren Weg der Kirche" feiern wird. Wie der Diözesanbischof in der Einladung erinnert, war der Papst in den wichtigsten Wallfahrtsort Österreichs zu dessen 850-Jahr-Jubiläum am 8. September 2007 gepilgert.
Quelle: Kathpress