
Bei Papstwahl läuten Österreichs Glocken
Sobald ein neuer Papst gewählt ist, wird das in ganz Österreich auch akustisch bemerkbar: In allen Pfarr- und Klosterkirchen läuten ab Bekanntwerden der Nachricht 15 Minuten lang die Glocken, sieht die österreichische Bischofskonferenz in ihren Empfehlungen vor. Anders solle nur dort vorgegangen werden, wo der jeweilige Diözesanbischof andere Anweisungen gibt.
Am Sonntag nach der Beendigung des Konklaves, so die Bischofskonferenz, wird die Nachricht von der Wahl des neuen Papstes in den Gottesdiensten den Gläubigen offiziell verkündet, "verbunden mit dem Dank an Gott und dem Gebet für den neu gewählten Heiligen Vater", wie es heißt. Darüber hinaus soll bei allen Gottesdiensten des neuen Papstes gedacht werden.
Besonders wichtig ist die Nennung des Namens des neuen Papstes im Hochgebet bei der Eucharistiefeier, die immer erfolgt. Diese war lediglich ab Beginn der Sedisvakanz - seit dem Amtsverzicht Benedikts XVI. am 28. Februar um 20 Uhr - entfallen.
Über den Namen wird der neue Papst unmittelbar nach seiner Wahl selbst entscheiden, gibt es doch seit über 1.000 Jahren den Brauch des Namenswechsels. Genannt wird dieser Name fortan auch im Stundengebet der katholischen Kirche, dem "Brevier", das ebenfalls den Papst erwähnt.
Die Glocken treten dann noch ein zweites Mal in Erscheinung: Am Tag der Amtseinführung des neuen Papstes sollen sie zum Beginn der Feierlichkeiten im Vatikan auch in ganz Österreich abermals geläutet werden - erneut für eine Viertelstunde, so die Leitlinie der Bischöfe. Gottesdienste sollen in den Dom- und Pfarrkirchen für den neuen Papst gefeiert werden, zudem tragen die kirchlichen Gebäude am Tag der Amtseinführung gelb-weiße Kirchenfahnen.
Quelle: Kathpress