Schönborn hofft auf zügige Bischofsernennungen
Nachdem der neue Papst gewählt ist, steht den ausständigen Bischofsernennungen in Österreich nun nichts mehr im Weg. Wie Kardinal Schönborn am Donnerstag in Rom gegenüber "Kathpress" sagte, werde bei der nächsten Kardinalsversammlung der zuständigen Bischofskongregation sicher auch Österreich behandelt. Freilich werde es noch ein wenig dauern, bis es dafür einen Termin gibt. "Es wird dann aber zügig vorangehen, sobald die zuständigen Institutionen wieder ihren Betrieb aufnehmen", so Schönborn.
Neu besetzt werden müssen die Erzdiözese Salzburg, die Diözese Graz-Seckau und die Diözese Feldkirch. Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser hat bereits am 29. Mai 2012 sein 75. Lebensjahr vollendet und gemäß dem Kirchenrecht beim Papst um Entpflichtung von der Verantwortung für die Diözese eingereicht. Dieser hatte das Rücktrittsgesuch bislang aber nicht angenommen.
In der Diözese Graz-Seckau hatte Bischof Egon Kapellari vor etwas mehr als zwei Jahren anlässlich seines 75. Geburtstages den Papst ebenfalls um Entpflichtung von seinem Amt gebeten. Papst Benedikt XVI. hatte im Jänner 2011 diesen Rücktritt "nunc pro tunc" ("jetzt für später") angenommen, zugleich aber die Amtszeit des Bischofs um zwei Jahre verlängert. Kapellari feierte heuer am 12. Jänner seinen 77. Geburtstag.
Für die Diözese Feldkirch hatte Papst Benedikt XVI. am 15. November 2011 das altersbedingte Rücktrittsgesuch von Bischof Elmar Fischer angenommen. Seither fungiert Benno Elbs als Diözesanadministrator.
Quelle: Kathpress