
Österreich: Dankgottesdienst für Papstwahl
Die Persönlichkeit von Papst Franziskus ist für Bischof Ägidius J. Zsifkovics "Anlass zu größter Freude, Hoffnung und Dankbarkeit". Der Eisenstädter Diözesanbischof feierte am Dienstagabend ebenso wie der Kärntner Bischof Alois Schwarz einen Dankgottesdienst aus Anlass des Amtsantrittes des Papstes am selben Tag. Beide Bischöfe hoben die Demut und Menschennähe als wichtige Wesenszüge des neuen Nachfolger Petri hervor.
Franziskus sei ein Papst, "der zuerst um den Segen der Menschen bittet, bevor er das oberste Hirtenamt antritt", so Zsifkovics in Erinnerung an die erste Geste des Papstes unmittelbar nach der Wahl. Merkmale wie "persönliche Bescheidenheit, die spirituelle und intellektuelle Prägung als Mitglied des Jesuitenordens, ein brennendes soziales Gewissen und der lateinamerikanische Lebenskontext" seien Wegweiser für die Zukunft der Kirche, so Zsifkovics.
Der Papst vereine Christusglauben und Schöpfungsverantwortung und zeige schon in seiner ersten Pontifikatswoche die Kirche in ihrer mystischen, nicht menschengemachten Dimension, weiters als geschwisterliche Gemeinschaft, in der "Hirten und Volk" zusammen arbeiten, sowie als Dienst an den Armen. Franziskus verdeutliche, "dass auch der Papst, um seine Macht auszuüben, immer mehr in jenen Dienst eintreten muss, der seinen leuchtenden Höhepunkt am Kreuz hat", erklärte der Eisenstädter Bischof.
Kontinuität zu Benedikt XVI. beobachtete Zsifkovics in Franziskus' Bemühung um "authentische Neuevangelisierung". Diese trage das Antlitz der Armen, im Bekenntnis zum Geist des Dienens und der Demut, "die in missionarischer Sendung zu allen Menschen geht". Das beinhalte auch persönliche Neuevangelisierung in Form von Abkehr von Sünde und Bekehrung zu Christus: In seiner Amtseinführung habe der Papst appelliert, nicht nur Hüter der anderen und der Umwelt, sondern auch der eigenen Person zu sein.
Schwarz: Barmherzigkeit als "stärkste Botschaft"
Bischof Alois Schwarz hat dazu aufgerufen, "dem Weg des Papstes und seinen Wegweisungen zu folgen, wachsam auf ihn zu hören und sich die Art des gütigen Zugehens auf andere schenken zu lassen". Franziskus sei einer, "der bei den Menschen lebt und sein will", und zeichne sich wie auch sein Vorgänger Papst Benedikt XVI. durch "große Einfachheit, Bescheidenheit und Demut" aus, so der Kärntner Diözesanbischof am Dienstagabend im Klagenfurter Dom.
Als Argentinier mache Papst Franziskus die Kirche als Weltkirche deutlich, bringe das Verständnis einer "jungen und lebendigen Kirche" aus seinem Heimatland mit und orientiere sich zudem am heiligen Franz von Assisi, "einer klärenden Gestalt im großen Strom der Kirche, der das Evangelium in neuer Klarheit der Welt verkündet hat", betonte Schwarz.
Wie der Kärntner Bischof weiter hervorhob, lehre der Papst, Menschen in allen Bedrängnissen und Nöten anzunehmen. Er zeige die Barmherzigkeit als "stärkste Botschaft Gottes, der rettet" und werde dadurch das Leitbild der Diözese Gurk - es lautet "Mit Jesus Christus den Menschen nahe sein" - in dessen Dynamik und Tiefe sichtbar machen. Auch Schwarz erinnerte an ein Wort der Amtsantrittspredigt des Pontifex: Man solle sich nicht vor Güte und Zärtlichkeit fürchten und den Menschen mit der Botschaft des Evangeliums im Herzen "im erfüllten und demütigen Dienst" nahe sein.
Quelle: Kathpress