
Orthodoxe Bischofsversammlung in Wien
Die Orthodoxe Bischofskonferenz für Österreich hält am Dienstag, 26. März, in Wien ihre Vollversammlung ab. Die Bischöfe tagen unter dem Vorsitz des orthodoxen Metropoliten von Austria, Arsenios (Kardamakis) in der Räumlichkeiten der Metropolie im ersten Bezirk. Wie Kardamakis im Gespräch mit "Kathpress" sagte, stünden u.a. das geplante Master-Studium in orthodoxer Religionspädagogik, die bereits laufende orthodoxe Militärseelsorge und die geplante orthodoxe Gefängnisseelsorge auf der Tagesordnung. Die Bischöfe würden weiters auch über liturgische und seelsorgliche Fragen beraten. Dabei werde die Jugendarbeit ein Schwerpunkt sein.
An der Bischofsversammlung nehmen u.a. Erzbischof Mark (Golowkow) von Jegorjewsk (Patriarchat von Moskau), Bischof Irinej (Bulovic) von Novi Sad (Patriarchat Belgrad), der in Nürnberg residierende rumänisch-orthodoxe Metropolit Serafim (Joanta) und der bulgarisch-orthodoxe Bischof Antonij von Constantija teil. Die Bischöfe sind jeweils für die österreichischen Gemeinden ihrer Patriarchate zuständig. Mit den Bischöfen sind auch leitende Pfarrer der griechisch-orthodoxen, antiochenischen, russisch-orthodoxen, serbisch-orthodoxen, rumänisch-orthodoxen, bulgarisch-orthodoxen und georgisch-orthodoxen Gemeinden in Wien bei der Bischofskonferenz anwesend. Zu ihnen zählt der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) und rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura.
Schon am Sonntag, 24. März, feiern die Bischöfe um 17 Uhr anlässlich des "Sonntags der Orthodoxie" eine Panorthodoxe Vesper in der Kirche der rumänisch-orthodoxen Gemeinde (Simmeringer Hauptstraße 161, 1110 Wien). Der "Sonntag der Orthodoxie", der von allen orthodoxen Christen weltweit am ersten Sonntag der Großen Fastenzeit feierlich begangen wird, erinnert an die Beschlüsse des 7. Ökumenischen Konzils aus dem Jahre 787, als der Bilderstreit beendet, die Ikonenverehrung wieder eingeführt und damit die Einheit der Kirche wiederhergestellt wurde.
Der "Sonntag der Orthodoxie" wird heute vor allem in der Diaspora auch als Zeichen der Einheit der orthodoxen Kirche begangen. In Wien werden Gläubige aller sieben in Österreich ansässigen orthodoxen Kirchen zur Vesper erwartet.
Quelle: Kathpress