
Kardinal Turkson Solidarität mit syrischen Flüchtlingen
Der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, Kurienkardinal Peter Kodwo Appiah Turkson, hat zu Solidarität mit syrischen Flüchtlingen aufgerufen. Trotz der schwierigen Lage, die die große Zahl an Flüchtlingen vielerorts erzeuge, müsse man die hilfsbedürftigen Menschen mit Gastfreundschaft empfangen, sagte Turkson gegenüber der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA am Montag in Beirut. Turkson nimmt in der libanesischen Hauptstadt an einer zweitägigen christlich-islamischen Konferenz zu Wirtschaftsethik teil.
Die Situation der syrischen Flüchtlinge "verlangt von uns Gastfreundschaft und Solidarität", betonte der aus Ghana stammende Kardinal mit Verweis auf eigene Erfahrungen mit Flüchtlingen aus Cote d'Ivoire in seiner Heimatdiözese. Turkson rief dazu auf, die syrischen Flüchtlinge im Libanon nicht als "Bedrohung für die Stabilität der libanesischen Infrastruktur" anzusehen, sondern als "Möglichkeit, Solidarität zu zeigen und ihnen in ihrer schwierigen Lage mit Verständnis und Mitgefühl zu begegnen".
Mit Blick auf die Wirtschaftskrise forderte Turkson Respekt für den Anderen und das Gemeinwohl. Wirtschaft sei "nicht gemeinschaftsfremd und nicht kirchenfremd". Es gehe darum, "die bestehenden Ressourcen zum Besten aller zu verwalten".
Die Konferenz "Auf dem Weg zu einer Wirtschaft im Dienst der Menschheit" mit rund 500 Teilnehmern aus Wirtschaft, Religion und Politik steht unter der Schirmherrschaft von Libanons Präsident Michel Sleiman. Mitveranstalter sind die Internationale Christliche Unternehmervereinigung UNIAPAC und das Islamisch-Christliche Forum für Wirtschaftsführer Ma'am. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens steht die Frage nach gemeinsamen Werten für eine gerechtere Wirtschaft.