
Laienrat: Stimmung-Mache gegen Kirchen
Das höchste Vertretungsorgan der katholischen Laienorganisationen in Österreich hat sich deutlich gegen das "Volksbegehren über Kirchenprivilegien" gestellt. "Es gehe hier nicht um ein Volksbegehren gegen angebliche Kirchenprivilegien. Man versucht viel mehr gegen alle Religionen Stimmung zu machen", so Wolfgang Rank, Ehrenpräsident des Katholischen Laienrates Österreichs (KLRÖ) gegenüber "Kathpress".
Die Motivation für das Volksbegehren seien, so Rank, nicht die angeblichen Privilegien der Kirchen. Es werde vielmehr versucht, mit untergriffigen und zum Teil schlecht begründeten Argumenten Stimmung gegen alle Religionen zu machen. "Von Privilegien kann man bei den meisten Dingen im Volksbegehren nicht reden, man versucht nur das kooperative System von grundsätzlich zwei voneinander getrennten Institutionen schlecht zu reden", so Rank. Insofern sei es kein Kirchenprivilegien-Volksbegehren. Man müsse eher von einem "Anti-Religions-Volksbegehren" sprechen.
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Zuvor hatte schon die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV), ein Mitglied des Laienrats, Stellung bezogen. "Ideologisch motivierte Unterstellungen" richteten sich zwar hauptsächlich gegen angebliche Privilegien der katholischen Kirche, sie würden allerdings alle in Österreich gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften treffen, wies AKV-Präsident Helmut Kukacka in einer Aussendung am Sonntag hin. Nicht zuletzt deswegen halte die AKV dem Volksbegehren "mit aller Entschiedenheit" ein "Nein danke!" entgegen.