
"Schreckliche Vereinfachungen, unkultivierter Stil"
Der für seine umstrittenen Aussagen zu Homosexualität und Islam ins Gerede gekommene Pfarrer Karl Tropper wird seine pastoralen Aufgaben in der südsteirischen Pfarre St. Veit am Vogau bis zu seiner Pensionierung mit Ende August 2013 wieder zur Gänze wahrnehmen. Das teilte der Generalvikar der Diözese Graz-Seckau, Prälat Heinrich Schnuderl, am Donnerstag in einer Stellungnahme über den Pfarrer mit, der "schreckliche Vereinfachungen" und einen "unkultivierten Stil" zu verantworten habe (Stellungnahme im Wortlaut).
Schnuderl hatte während der Karwoche die Feier der Gottesdienste in St. Veit am Vogau übernommen, um die Liturgie "von diesem unwürdigen Streit freizuhalten". Mit einem generellen Predigtverbot sei Pfarrer Tropper allerdings nie belegt worden. "Die Aushilfe des Generalvikars in St. Veit am Vogau war eine von Palmsonntag bis zum Ostersonntag zeitlich begrenzte Maßnahme."
Tropper hatte durch Texte, die besonders in seinem Pfarrblatt veröffentlicht wurden, "wiederholt zu den komplexen Themen 'Homosexualität' und 'Islam' Stellung genommen". Seien dabei getätigten Aussagen seien nicht geeignet gewesen, um ein notwendiges Gespräch darüber "differenzierend zu führen", teilte der Generalvikar mit. "Auch aus diesem Grund ist die Diözesanleitung wiederholt grenzziehend aufgetreten." Seither habe sich der Pfarrer an die Anweisungen gehalten.
Quelle: Kathpress / Diözese Graz-Seckau