
Missbrauch: Irische Diözesen und Orden folgten Schutzregeln
Die mit der Aufarbeitung des katholischen Missbrauchsskandals in Irland befasste kirchliche Kommission hat weitere Untersuchungsberichte vorgelegt. Im Blick auf die Ergebnisse sprach das "National Board for Safeguarding Children in the Catholic Church in Ireland" laut deutscher katholischer Nachrichtenagentur KNA (Donnerstag) von einem "sehr positiven" Gesamtbild. Die geprüften Diözesen und Ordensgemeinschaften hätten die überragende Mehrheit der Kriterien zur Aufklärung von Missbrauchsfällen und zum Schutz von Minderjährigen "voll erfüllt".
Insgesamt zeige sich ein "steter Fortschritt bei der Entwicklung robuster Schutzstrukturen" in kirchlichen Organisationen, sagte der Vorsitzende der Kommission, Ian Elliott. Die beteiligten Diözesen und Orden hätten umfassend kooperiert und die Empfehlungen der Kommission voll umgesetzt.
Die dritte Tranche von Untersuchungsberichten umfasste die Diözesen Clogher, Elphin, Ferns, Galway, Killala und Waterford sowie die Ordensgemeinschaft "Society of African Missions" (Gesellschaft der Afrikamissionen). Damit seien bislang 20 kirchliche Organisationen untersucht. Der vierte Teil von Begutachtungen nehme jetzt acht weitere Institutionen unter die Lupe. Die ersten Untersuchungsberichte hatte die Kommission im November 2011 veröffentlicht.