"Solidarische Postwachstumsökonomie notwendig"
Umweltschutz ist längst eine existenzielle Frage für das Überleben der Menschen geworden. Das wurde bei einer Tagung der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien am vergangenen Wochenende in Wr. Neustadt deutlich. "Die Einsicht, dass der derzeitige Pfad in die Klima- und Ressourcenkrise, den ökonomischen und sozialen Kollaps führt, ist mittlerweile zum Mainstream geworden. Die Zukunft muss energieeffizient und erneuerbar sein", erläuterte Lukas Kranzl, Leitender Wissenschaftler der Energiewirtschaftsgruppe der Technischen Universität Wien, in seinem Vortrag. Darüber hinaus brauche es einen "Abschied vom ´immer mehr´, eine solidarische Postwachstumsökonomie", betonte Kranzl.
Die Tagung stand unter dem Motto "Umweltfreundlich mobil sein". Die Veranstalter konnten dabei auch Vertreter der Politik, u.a. die Niederösterreichische Landtagsabgeordnete und Klubobfrau der Grünen, Madeleine Petrovic, und die Burgenländische Grüne Landessprecherin Regina Petrik begrüßen. Ein oft geäußerter Vorwurf bei der Tagung: Bei vielen Politikern sei kein Verständnis für die Erfordernisse des öffentlichen Verkehrs vorhanden, da sie selbst kaum öffentlich fahren würden.