Papst: 38 Euro Monatslohn ist Sklavenarbeit
Papst Franziskus hat die Ausbeutung billiger Arbeitskräfte in Bangladesch und anderen Ländern angeprangert. Ein Monatslohn von 38 Euro, wie ihn die Opfer der Brandkatastrophe in einer Textilfabrik in Bangladesch erhalten hätten, sei "Sklavenarbeit", sagte der Papst am Mittwoch in einer Frühmesse mit Jugendlichen aus einem Sozialzentrum im Vatikan. Aus reiner Profitgier Arbeit nicht angemessen zu bezahlen oder keine Arbeitsplätze zu schaffen sei "gegen Gott".
Ein entsprechender Artikel über diese "Tragödie" in dem asiatischen Land im "Osservatore Romano" habe ihn sehr betroffen gemacht, so Franziskus in der Kapelle des Gästehauses Santa Marta. Er kritisierte, dass in der ganzen Welt viele Menschen aufgrund wirtschaftlicher, sozialer und politischer Zwänge Sklavenarbeit verrichten müssten.
Zugleich forderte der Papst verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. "Eine Gesellschaft, die nicht so organisiert ist, dass alle die Möglichkeit zu arbeiten haben, funktioniert nicht richtig: sie ist nicht gerecht", so Franziskus.