
Papst auf Twitter: Arbeitslose oft Opfer egoistischer Mentalität
Papst Franziskus hat sich am Donnerstag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter über das Schicksal arbeitsloser Menschen geäußert. "Ich denke an die Arbeitslosen, die vielfach Opfer einer Mentalität des Egoismus sind, der Gewinn um jeden Preis sucht", lautete seine Botschaft an die nun bereits über sechs Millionen Menschen, die Nachrichten des "@pontifex"-Kanals in einer der neun Sprachversionen empfangen.
Mit fortschreitender Dauer des Pontifikats - Franziskus ist nun seit sieben Wochen im Amt - kommt der 265. Nachfolger des Apostels Petrus auf Twitter immer mehr in Schwung: Stets werden die Intervalle kürzer, in denen er die auf 160 Zeichen begrenzten Gedanken aussendet, seit der Vorwoche erfolgt dies sogar täglich. Dass der Papst über diesen Kanal durchaus Chancen hat, ein neues Publikum zu erreichen, zeigt auch die Wortwahl: Bereits zweimal richtete Franziskus einen Appell mit der Anrede "Liebe junge Freunde!".
Auffällig ist auch das Design der päpstlichen Twitterseite, das am Donnerstag erstmals seit der Amtseinführung leicht verändert wurde: Das Hintergundbild zeigt den Petersplatz und -dom nun aus einer niedrigeren Vogelperspektive, die die versammelte Menschenmasse besser erkennen lassen, zudem hat der Papst ein neues Profilbild mit je nach Sprachversion gelbem oder blauem Hintergrund.
Nachdem die Zahl der Abonnenten des @pontifex-Accounts am Dienstag die sechs-Millionen-Marke geknackt hatte, waren es am Donnerstag bereits um über 100.000 mehr. Seinen Schatten wirft in dieser Statistik bereits das Weltjugendtreffen im brasilianischen Rio de Janeiro voraus: Mit 290.000 "Follower" hat der portugiesische Twitter-Kanal des Papstes seinen Zwischenstand vom Vormonatsbeginn fast verdoppelt - und damit sogar den anhaltenden Boom der spanischsprachigen Bezieher, die mit 2,2 Millionen mittlerweile fast die englischsprachigen (2,5 Millionen) eingeholt haben, verblassen lassen.
Weitaus verhaltenere Zuwächse verzeichnet hingegen der deutschsprachige Kanal, der am Donnerstag die 100.000er-Marke übersprungen hat. Eingeholt dürfte er bald von seinem lateinischsprachigen Pendant werden: Die noch von Benedikt XVI. am 17. Jänner gestartete jüngste Sprachversion des Papstes hat, in Bestellerzahlen gemessen, soeben den polnischen Account überholt und hält bei derzeit über 90.000 Followern.