
Papst beklagt zunehmende Christenverfolgung
Papst Franziskus hat sich besorgt über Diskriminierung und Verfolgung von Christen geäußert. Heute seien mehr christliche Gemeinschaften Verfolgungen ausgesetzt als in den Anfangszeiten des Christentums, sagte er am Samstag in einer Frühmesse mit Schweizergardisten in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses Santa Marta. Zugleich rief er dazu auf, sich durch den "Hass der Welt" nicht einschüchtern zu lassen und den Dialog zu suchen.
Die Waffen des Christen seien "Demut" und "Milde", so Franziskus. Jesus Christus habe die Menschen durch seine Auferstehung von der "Macht der Welt, von der Macht des Teufels, von der Macht des Fürsten dieser Welt" erlöst. Doch dieser Fürst wolle nicht, dass die Menschen erlöst seien, dies sei die Ursache für den Hass auf Christen.
Christen gelten gegenwärtig unter Fachleuten als die meistverfolgte und diskriminierte Religionsgemeinschaft der Welt. Verlässliche Zahlen liegen jedoch nicht vor. Vor allem in einigen afrikanischen und asiatischen Ländern, etwa Nigeria und Pakistan, sind Christen immer wieder Opfer von religiös motivierter Gewalt. Eine Verfolgung im engeren Sinne einer systematischen staatlichen Zwangsmaßnahme gibt es nach Ansicht von Fachleuten nur sehr selten.