
Homo-Ehe: "Widerstand ist keine Homophobie"
Ein Aussprechen gegen die "Homo-Ehe" oder gegen die Adoption durch Homosexuelle Paare ist "legitim und kein Zeichen von Homophobie, soweit es als Ausdruck der politischen Meinungsbildung im Respekt vor Homosexuellen geschieht": Das hat der St. Pöltner Bischof Klaus Küng am Mittwoch, dem "Internationalen Tag der Familie" (15. Mai), in einer Stellungnahme betont. Küng, der in der Österreichischen Bischofskonferenz das Referat "Ehe und Familie" leitet, forderte aus Anlass dieses Tages auch mehr "echte Wahlfreiheit" für Eltern in der Kinderbetreuung.
Rückblickend auf die Großproteste in Paris der vergangenen Monate, in denen "Millionen auf die Straßen gegangen sind, um für ihre Vision von Familie in der Gesellschaft ein Zeichen zu setzen", stellte der Bischof zunehmende Aggression gegenüber Vertretern des traditionellen Familienbildes fest. Sehr rasch werde man als "homophob" oder "Homo-Hasser" bezeichnet, was Küng jedoch in den meisten Fällen als ungerechtfertigt zurückwies.
Vielmehr gehe es darum, "die Rechte der Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau zu verteidigen - sowie das Recht der Kinder auf den eigenen Vater und die eigene Mutter", stellte der Bischof fest. Er wiederholte zugleich seine klare Verurteilung von verächtlichem Reden über Homosexuelle, welches, so Küng wörtlich, "dem Geist des Evangeliums eindeutig widerspreche".
An die Politik gewandt, lobte der Bischof positive Ansätze, um Familien Mut zu Kindern zu machen: "Familien, die Ja zu Kindern sagen, verdienen in Staat und Gesellschaft jede Ermutigung und Unterstützung." Staatliche Hilfe für Familien müsse dabei allerdings eine "echte Wahlfreiheit" ermöglichen: Anstatt ausschließlich auf mehr Betreuungsplätze abzuzielen, sollte man Müttern, die ihre Kinder zu Hause erziehen wollen, diese Möglichkeit gleichberechtigt einräumen, erklärte Küng.
Quelle: Kathpress